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Telematikinfrastruktur Zweiter eHealth-Konnektor zugelassen

| Autor: Susanne Ehneß

Die gematik hat den zweiten Konnektor für den Einsatz in der Telematikinfrastruktur zugelassen. Die secunet Security Networks AG hat das Zulassungsverfahren erfolgreich absolviert.

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Der Begriff „Telematik“ ist eine Kombination aus „Telekommunikation“ und „Informatik“
Der Begriff „Telematik“ ist eine Kombination aus „Telekommunikation“ und „Informatik“
(© fotohansel - stock.adobe.com)

Nach der Firma CompuGroup Medical hat nun auch die secunet Security Networks AG einen zugelassenen eHealth-Konnektor im Portfolio. Bundesweit stehen damit nun zwei Konnektoren auf dem Markt zur Verfügung.

Der secunet-Konnektor wurde in der Region Westfalen-Lippe im Versorgungsalltag getestet und bekam eine Sicherheitszertifizierung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik.

Online-Upgrade

Wer den Konnektor bereits besitzt, um die Versichertenstammdaten online abzugleichen – es gibt ihn seit 2018 –, kann ihn auch weiterhin nutzen. Die neue Version gibt es per Online-Upgrade. „Jeder secunet-Konnektor, der bereits eingesetzt wird, ist für die Version ‚eHealth‘ vorbereitet“, betont der Hersteller. Die Nutzer können das Online-Upgrade nun einspielen und per Lizenz die Fachmodule „Notfalldatenmanagement“ und „elektronischer Medikationsplan“ freischalten.

„Zugang zu den Lizenzen erhalten die Leistungserbringer über ihren TI-Dienstleister. Das gilt sowohl für den secunet konnektor für Arztpraxen (Einboxkonnektor) als auch für den secunet konnektor für Rechenzentren (Rechenzentrumskonnektor), der sich insbesondere für Krankenhäuser und große Apotheken eignet“, heißt es dazu.

Mehr als ein Router

In der aktuellen Ausbaustufe (PTV2/3) kann der secunet-eHealth-Konnektor neben dem Versichertenstammdatenmanagement:

  • Notfalldatenmanagement (NFDM)
  • Elektronischer Medikationsplan/Arzneimitteltherapiesicherheit (eMP/AMTS)
  • Qualifizierte elektronische Signatur (Voraussetzung für sichere Kommunikation der Leistungserbringer KommLE)

In weiteren Schritten sollen laut secunet ab 2021 weitere Fachanwendungen eingebunden werden:

  • Elektronische Patientenakte (ePA)
  • Elektronisches Patientenfach (ePF)
  • eRezept,
  • eAU etc.

Basis: elektronischer Heilberufsausweis

Um von den medizinischen Anwendungen profitieren zu können, ist ein elektronischer Heilberufsausweis der zweiten Generation (eHBA G2) erforderlich. Allen Ärzten, die diese neue Ausweis-Version noch nicht beantragt haben, empfiehlt die gematik, das schnellstmöglich nachzuholen. Herausgeber des eHBA sind die Landes(zahn)ärztekammern und Landespsychotherapeutenkammern.

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