Exoskelette Zukunft der Rehabilitationsmedizin?

Redakteur: Eva Hornauer

Schlaganfälle werfen Menschen aus der Bahn. Die Rehabilitation nach einem Schlaganfall ist oft langwierig und mühsam. Aktive Exoskelette könnten diesen Prozess beschleunigen.

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Mit Hilfe von Exoskeletten kann Schlaganfallpatienten bei der Reha geholfen werden, denn das Gehirn rehabilitiere sich von einem solchen Ereignis aber am besten mit körperlicher Bewegung
Mit Hilfe von Exoskeletten kann Schlaganfallpatienten bei der Reha geholfen werden, denn das Gehirn rehabilitiere sich von einem solchen Ereignis aber am besten mit körperlicher Bewegung
(© Gorodenkoff – stock.adobe.com)

Nach einem Schlaganfall haben viele Betroffene Probleme mit ihrer Motorik. Vor allem das Sprechen und motorische Bewegungsabläufe, wie Laufen oder das Bewegen der Arme, stellt die Betroffenen vor große Herausforderungen. Das Gehirn rehabilitiere sich von einem solchen Ereignis aber am besten mit körperlicher Bewegung, so Dr. Elsa A. Kirchner, studierte Biologin, promovierte Informatikerin und neue Professorin für Ingenieurwissenschaften an der Universität Duisburg Essen (UDE).

Um Patienten bei der Reha zu unterstützen können sogenannte Außenskelette (Exoskelette) als technische Stützstruktur verwendet werden. Exoskelette sind mechanische Gerüste, die eng am Körper getragen werden, um den Körper wie eine Art Stützkorsett zu unterstützen oder – wenn es sich um ein maschinell betriebenes aktives Exoskelett handelt – ihn aktiv in der auszuführenden Bewegung zu assistieren.

Die Entwicklung und Forschung von und an aktiven Exoskeletten befindet sich noch in einem frühen Stadium. Trotzdem kann man dieser Technik wohl eine vielversprechende Rolle in der Zukunft der Rehabilitationsmedizin zuweisen.

Der stetige Entwicklungsfortschritt von Robotik und Sensorik ermöglicht auch die Weiterentwicklung von Exoskeletten. So forscht auch Dr. Elsa A. Kirchner an der Interaktion von Mensch und Maschine, um Nutzen und Einsatzmöglichkeiten von Exoskeletten zu vergrößern. Dafür verwendet Kirchner eine Künstliche Intelligenz (KI), die Signale des Gehirns oder der Muskeln aufnimmt und in Bewegungsimpulse an das Exoskelett übersetzt. Ziel ihrer Forschung ist es, die KI soweit zu schulen, sodass sie „das Feedback in nützliche Aktionen umsetzt – aber nur so viel wie nötig unterstützt“, um bei der Reha das bestmögliche Training zu ermöglichen.

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