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Bitkom-Umfrage Wunsch nach Online-Sprechstunden verdoppelt sich durch Coronavirus

| Autor: Ira Zahorsky

Noch Mitte vergangenen Jahres konnte sich nur ein Drittel der vom Bitkom befragten 1.000 Bundesbürger mit dem Gedanken anfreunden, den Arzt per Video zu konsultieren. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Zahl nun verdoppelt.

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Durch das Coronavirus und die Angst vor Ansteckung ist der Wunsch nach Video-Sprechstunden stark gestiegen.
Durch das Coronavirus und die Angst vor Ansteckung ist der Wunsch nach Video-Sprechstunden stark gestiegen.
(© HNFOTO - stock.adobe.com)

Aktuell wünschen sich zwei Drittel der Befragten, dass Ärzte Online-Sprechstunden anbieten sollten, um eine mögliche Ansteckung durch das Coronavirus SARS-CoV-2 zu reduzieren. Im Juli 2019 waren nur 30 Prozent der Bundesbürger bereit, per Bildschirm Kontakt zu ihrem Arzt aufzunehmen.

„Während der Corona-Pandemie wird das Gesundheitssystem über seine Grenzen hinaus belastet. Online-Sprechstunden sind besonders jetzt hilfreich, um die medizinische Versorgung zu gewährleisten und gleichzeitig Patienten, Ärzte und Pflegende zu schützen – insbesondere auf dem Land, aber auch in den Städten. Vor allem Ältere und alle Risikogruppen sollten jetzt jedes Risiko einer Ansteckung vermeiden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Patienten, Ärzte, Pflegende – sie alle können von der Digitalisierung des Gesundheitswesens profitieren. Wir müssen die schon vorhandenen Möglichkeiten jetzt konsequent ausbauen und in die Fläche bringen. Viele Anbieter der Videodienste für Online-Sprechstunden stellen ihre Angebote den Ärzten derzeit kostenfrei zur Verfügung.“

14 von 16 Bundesländern haben die im Mai 2018 vom Deutschen Ärztetag entsprechende Änderung der ärztlichen Berufsordnung inzwischen entsprechend angepasst. „Konsequent wäre, jetzt auch die ohnehin geplante Einführung des eRezepts vorzuziehen und im Sinne einer bestmöglichen Versorgung der Patienten schnell zu realisieren“, betont Berg.

Digitalisierung als Schlüssel

Ein Großteil der Bundesbürger (84 %) hat großes Vertrauen in die Potenziale der Digitalisierung in Bezug auf die Bekämpfung des Coronavirus und die Heilung erkrankter Menschen. Sie meinen, digitale Technologien können dabei helfen, mehr über das Coronavirus zu erfahren und ein Gegenmittel zu finden, etwa durch die automatisierte Analyse von Patientendaten. „Digitale Technologien können die zentrale Rolle spielen, um das Coronavirus zu entschlüsseln, die Ausbreitung zu beobachten und die richtigen Maßnahmen gegen die Pandemie zu ergreifen“, so Berg.

Der Bitkom hat eine Übersicht zusammengestellt, welche digitalen Hilfeleistungen es für Patienten und medizinisches Fachpersonal gibt.

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Über den Autor

 Ira Zahorsky

Ira Zahorsky

Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS