Cloud-Plattform für das Gesundheitswesen WHO setzt auf Open Source

Autor: Julia Mutzbauer

In Zeiten wie der Corona-Pandemie ist es besonders wichtig, dass Mitarbeiter des Gesundheitswesens immer über korrekte und die jeweils aktuellsten Informationen verfügen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat deshalb eine neue Learning-Experience-Plattform (LXP) geschaffen, um auf aktuelle Herausforderungen, wie die Bekämpfung von Fehlinformationen, reagieren zu können und Beschäftigte in der Gesundheitsbranche zu unterstützen.

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Die neue Plattform der WHO wird auf offenen Hybrid-Cloud-Technologien betrieben
Die neue Plattform der WHO wird auf offenen Hybrid-Cloud-Technologien betrieben
(© monticellllo – stock.adobe.com)

In Zusammenarbeit mit Red Hat hat die WHO eine skalierbare, flexible DevOps-Plattform (Development-Operations-Plattform) aufgebaut. Diese Plattform soll bei Management, Testaufbau, Codeanalyse und Datenvisualisierung helfen und einen schnelleren Zugang zu relevantem Wissen im Gesundheitswesen realisieren sowie Fehlinformationen reduzieren.

Ziel ist, eine nachhaltige Open-Source-Entwicklungsinfrastruktur für die Learning-Experience-Plattform (LXP) der WHO-Akademie, dem neuen Schulungszentrum der Organisation, zu schaffen. Damit soll den Beschäftigten im Gesundheitswesen eine personalisiertere Lernerfahrung geboten werden.

Die neue Plattform wird vollständig auf offenen Hybrid-Cloud-Technologien betrieben. „Von Anfang an war klar, dass die WHO die Plattform unter Verwendung von Open-Source-Technologie aufbauen wird. Gemäß seinen Prinzipien unterstützt Open Source die Zusammenarbeit, den Zugang und die Finanzierbarkeit. Das ist insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen wichtig“, erläutert Red Hat.

Zur technologischen Architektur erklärt der IT-Dienstleister, dass er mit Red Hat OpenShift die Cloud-native Basis und damit eine schlanke Umgebung für die Entwicklung und Bereitstellung containerisierter Anwendungen sowie Funktionen zur Bewertung von Anwendungsmetriken liefert. Darüber hinaus wird Red Hat CodeReady Workspaces verwendet, um LXP-Entwicklern eine schnelle und zuverlässige Kubernetes-Entwicklungsgrundlage zur Verfügung zu stellen.

„Da die LXP auf einem offenen Technologie-Framework basiert, ist die WHO nun in der Lage, neue Architekturen und Anwendungen iterativ zu übernehmen. Dadurch wird den Mitarbeitern im Gesundheitswesen weltweit ein echter Mehrwert geboten “, so der IT-Dienstleiter. Zudem könne die WHO die LXP bei steigender Nachfrage skalieren, ohne von einem dedizierten Cloud-Anbieter abhängig zu sein.

„Die mithilfe der Red Hat Open Innovation Labs gewonnenen Fähigkeiten und Tools haben die Grundlage für eine Lernlösung geschaffen, die nicht an eine einzelne Person oder Technologie gebunden ist. Vielmehr verfügt das WHO-Team nun über das Wissen, die neue Plattform und die Prozesse selbst zu verwalten und so weiter voranzubringen“, betont der Anbieter.

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Redaktion, eGovernment Computing