Definitionen Was macht die Medizininformatik-Initiative?

Von Susanne Ehneß

Die Medizininformatik-Initiative (MII) will eine bundesweite digitale Infrastruktur für den Austausch medizinischer Forschungs- und Versorgungsdaten aufbauen. In mehreren Phasen zwischen 2016 und 2026 sollen die Voraussetzungen hierfür geschaffen werden.

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Medizininformatik-Initiative
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Medizininformatik-Initiative
(© aga7ta - Fotolia)

Die Vision der Medizininformatik-Initiative (MII): passgenaue Diagnosen und Behandlungen. Um dies zu erreichen, soll der Austausch von Forschungs- und Versorgungsdaten zwischen den Universitätskliniken etabliert werden, um damit den Zugang zu sämtlichen relevanten Informationen zu ermöglichen.

Die Entwicklung der MII gliedert sich in drei Phasen:

Konzeptphase (2016 bis 2017): In der neunmonatigen Konzeptphase wurden sieben Konsortien gefördert, zu denen sich jeweils mehrere Universitätskliniken sowie weitere Partner aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, nicht-universitären Kliniken und Industrie zusammengeschlossen haben. Die Konsortien haben Konzepte für die gemeinsame Datennutzung und den gemeinsamen Datenaustausch erstellt, konkrete Anwendungen ausgearbeitet und ein Konzept für das in der nächsten Phase aufzubauende Datenintegrationszentrum entwickelt.

Aufbau- und Vernetzungsphase (2018-2022): In der vierjährigen Aufbau- und Vernetzungsphase erhielten vier Konsortien Fördermittel, um ihr Konzept umzusetzen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Aufbau von Datenintegrationszentren an den Universitätskliniken mit über 200 Millionen Euro unterstützt.

Ausbau- und Erweiterungsphase (2023-2026): Der Fokus der nun anstehenden dreijährigen Ausbau- und Erweiterungsphase liegt auf der erweiterten Zusammenarbeit und Interoperabilität zwischen den Unikliniken und auf der Kooperation mit Akteuren außerhalb der Kliniken – auch mit anderen Initiativen wie beispielsweise dem Netzwerk Universitätsmedizin.

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