Definitionen Was ist SmED?

Von Eva Hornauer

Die Ersteinschätzungssoftware „Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland“ (SmED) wird vom Fachpersonal der Patientenservice-Nummer 116117 zur Evaluierung von Symptomen und der daraus basierenden medizinischen Ersteinschätzung verwendet. SmED dient dabei explizit nicht zur Diagnose.

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SmED basiert auf einem – in der Schweiz bereits etablierten – System der in4medicine AG
SmED basiert auf einem – in der Schweiz bereits etablierten – System der in4medicine AG
(Bild: aga7ta – stock.adobe.com)

Die Software mit dem sperrigen Namen „Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland“ (SmED) wird vom Fachpersonal der Patientenservice-Nummer verwendet. Anhand gezielter und strukturierter Fragen, die den Anrufern der 116117 gestellt werden, kann SmED eine Empfehlung hinsichtlich der weiteren Diagnoseschritte der abgefragten Symptome liefern. Die Fragen, die den Anrufern der 116117 gestellt werden, klappern sowohl allgemeine als auch symptomspezifische Risikofaktoren ab. Die schlussendliche Empfehlung umfasst sowohl die Behandlungsdringlichkeit als auch den angemessenen Behandlungsort.

Die Behandlungsdringlichkeit befasst sich mit Frage „Wann sollte sich der Patient mit den von ihm geschilderten Symptomen an einen Arzt wenden?“ Mögliche Antworten darauf können „sofort“, „innerhalb der nächsten 24 Stunden“ oder „in den nächsten Tagen“ sein. Der angemessene Behandlungsort bezieht sich auf die Versorgungsebene, die für die beschrieben Symptome angemessen erscheint – hier geht es also etwa darum, ob ein Patient den Rettungsdienst rufen sollte, oder ob ein Besuch in der Hausarztpraxis ausreicht.

Die Software basiert auf einem – in der Schweiz bereits etablierten – System der in4medicine AG. „Dieses ist in der Lage, potenziell gefährliche Verläufe zu erkennen. Grundlage für die Identifikation gefährlicher Verläufe ist unter anderem das Projekt und die Publikation ‚Red Flags‘ der Universität Bern, bei dem mehr als 250 wissenschaftliche Arbeiten berücksichtigt wurden“, so das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) zur Schweizer Softwarelösung.

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