Definitionen Was ist Omikron?

Von Eva Hornauer

Omikron – das ist zunächst einmal der 15. Buchstabe im griechischen Alphabet. Liest man in diesen Tagen allerdings Omikron, wird es eher um die B.1.1.529-Variante des Corona-Virus gehen als um das griechische Alphabet.

Am 26. November 2021 wurde Omikron von der WHO zur „Variant of Concern“ (besorgniserregende Variante) erklärt
Am 26. November 2021 wurde Omikron von der WHO zur „Variant of Concern“ (besorgniserregende Variante) erklärt
(© aga7ta – Fotolia)

Die Omikron-Variante wurde erstmals Anfang November 2021 in Südafrika identifiziert. Der genaue Ursprung und was zur Mutation führte ist bisher unklar. Am 26. November 2021 wurde Omikron von der WHO zur „Variant of Concern“ (besorgniserregende Variante) erklärt. Die B.1.1.529-Variante – so legen es die ersten phylogenetischen Untersuchungen nahe – ist unabhängig von der schon weit verbreiteten Delta-Variante entstanden. Omikron ist also keine mutierte Form von Delta.

Erste Corona-Fälle, bei denen die Omikron-Variante bestätigt wurde, ließen sich bereits Ende November in Deutschland nachweisen. Dennoch ist hierzulande – so der Stand am 13. Dezember 2021 – die Delta-Variante noch dominanter. Im Vereinigten Königreich und in Norwegen konnte sich Omikron schon stärker durchsetzen. In Südafrika taucht die Omikron-Variante des Coronavirus in Relation am häufigsten auf.

Was ist an der Omikron-Variante so besonders?

Im Vergleich zum ursprünglichen Corona-Virus besitzt die Omikron-Variante eine ungewöhnlich große Anzahl von Aminosäureänderungen – sogenannten Mutationen. Allein 30 dieser Mutationen befinden sich im Spike-Protein der B.1.1.529-Variante.

Aus einigen, der bei der Omikron-Variante zu beobachtenden, Mutationen können die Forscher bestimmte Verhaltensweisen des Virus ableiten – so wird eine erhöhte Übertragbarkeit und Immunevasion bei der Omikron-Variante angenommen. Andere Mutationen können die Forscher noch keinen spezifischen Verhaltensänderungen des Virus zuordnen. Die bekannten Mutationen der Omikron-Variante lassen Forscher annehmen, dass Omikron sich schneller verbreitet als die Delta-Variante.

Wie gefährlich ist Omikron?

Die gute Nachricht gleich vorweg: Die Omikron-Variante scheint, so die bisherigen Erkenntnisse aus Südafrika, zu weniger schweren Verläufen zu führen. Der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht in der Omikron-Variante vor allem ein Risiko für Kinder. „Das ist leider so, dass die Omikron-Variante sich nicht nur schneller verbreitet, sondern leider auch Kinder stärker befällt und somit auch zu mehr Krankenhauseinweisungen führen wird“, so Lauterbach im ZDF heute journal am 8. Dezember 2021.

All dies sind aber nur erste Einschätzungen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen können zum jetzigen Stand – Anfang Dezember 2021 – noch keine konkreteren Aussagen treffen.

Wirken die Impfstoffe gegen Omikron?

Auch beim Thema Impfschutz gegen die Omikron-Variante können bis dato nur eine handvoll wissenschaftlich begründeter Aussagen getroffen werden. Die bisherigen Daten legen aber nahe, dass die Impfdurchlässigkeit bei der Omikron-Variante höher ist als bei der Delta-Variante.

Ein erster Pre-Print einer Studie aus dem Vereinigten Königreich legt aber nahe, dass die Effektivität des Impfschutzes (ohne eine Booster-Impfung) gegen die Omikron-Variante signifikant niedriger ist, als gegen die Delta-Variante. Die Wissenschaftler, die diesen Pre-Print veröffentlicht haben, schätzen aber, dass die bereits existierenden Impfstoffe trotzdem gegen einen schweren Corona-Verlauf schützen würden. Eine dritte Impfung, die sogenannte Booster-Impfung, sei aber trotzdem von nöten.

Die Impfstoffhersteller Moderna und BionTech/Pfizer kündigten bereits an, dass sie ihre Impfstoffe an die B.1.1.529-Variante anpassen werden. BionTech/Pfizer geht davon aus, dass ihr an die Omikron-Variante angepasster Impfstoff im März nächsten Jahres fertig sein werde.

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