Definitionen Was ist eine Gesundheitsapp?

Autor / Redakteur: chrissikraus / Manfred Klein

Eine Gesundheitsapp befasst sich mit Themen rund um die Gesundheit des Anwenders. Per Gesundheitsapp können bestimmte Services oder Informationen auf elektronischem Weg angeboten werden, z. B. telemedizinische Leistungen, elektronische Patientenakte.

Hilfe bei chronischen Krankheiten
Hilfe bei chronischen Krankheiten
(© aga7ta – Fotolia)

Eine Gesundheitsapp oder Health-App ist allgemein gesagt eine Anwendung, die mit verschiedensten Inhalten rund um das körperliche oder seelische Wohlergehen des Benutzers dient. Die meisten dieser Apps sind für das Smartphone oder Tablet konzipiert. Oft gibt es noch die Möglichkeit, die Anwendung auf einem alternativen Weg zu nutzen, zum Beispiel an einem Computer oder Laptop über den Browser. Seltener sind solche Apps auch ausschließlich als Webanwendung verfügbar. Im weitesten Sinne gehören auch Apps dazu, die sich mit gesunder Ernährung, Fitness oder Wellness beschäftigen. Sie Zielen auf die Erhaltung oder Verbesserung der Gesundheit des Benutzers ab, können also präventiv oder sogar gesundheitsfördernd wirken.

Health-Apps für Patienten

Neben frei zugänglichen Gesundheitsapps, die jeder nach eigenem Ermessen und Interesse nutzen kann, gibt es in Deutschland inzwischen auch Apps, die offiziell als medizinisches Hilfsmittel eingestuft sind. Sie nennen sich offiziell digitale Gesundheitsanwendung (kurz: DiGA) und sind im DiGA-Verzeichnis des Bundesministeriums für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgeführt. Diese Apps können z. B. von einem Arzt oder Therapeuten verordnet werden. Die Kosten übernimmt dann die Krankenkasse. Öffentlich zugänglich sind sie in der Regel nicht. Bevor eine App es ins DiGA-Verzeichnis schafft, muss sie strenge Prüfungen bestehen: DiGAs sind CE-gekennzeichnete Medizinprodukte und müssen die entsprechenden Anforderungen erfüllen.

Zugelassene Anwendungen bieten zum Beispiel Hilfe bei:

  • chronischem Tinnitus
  • Schlafstörungen
  • starkem Übergewicht
  • Angststörungen.

Die Anwendungen bieten Patienten wissenschaftlich fundierte, leicht verständliche Informationen zum jeweiligen Thema. Sie helfen ihnen mit Übungen, Coachings oder mehrmonatigen geführten Programmen dabei, ihre Probleme selbstbestimmt zu überwinden.

eHealth für Ärzte und Krankenkassen

Teil des eHealth-Konzepts ist es auch, dass die sichere digitale Kommunikation und Datenverarbeitung zwischen Ärzten, Krankenkassen, Therapeuten, Krankenhäusern und anderen medizinischen Dienstleistern alltagstauglich wird. Das eHealth-Gesetz sieht deshalb vor, dass die Telematikinfrastruktur dahingehend aufgebaut und weiterentwickelt wird. Die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen IT-Systemen des Gesundheitswesens soll z. B. stärker vereinheitlicht und damit erleichtert werden.

Schwerpunkte des eHealth-Gesetzes:

  • elektronische Patientenakte
  • elektronischer Arztbrief
  • elektronisches Versichertenstammdatenmanagement.

Zudem können Patienten wichtige Informationen wie Notfalldaten (z. B. Vorerkrankungen, Allergien, Blutgruppe, Impfschutz) oder den Medikationsplan auf Wunsch auf Ihrer elektronischen Gesundheitskarte speichern lassen.

Ferner sollen in bestimmten Bereichen auch Patienten und Arbeitgeber in die Kommunikation eingebunden werden können. Beispiele: Videosprechstunde, automatische Übermittlung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) an Arbeitgeber und Krankenkasse.

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