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Definitionen Was ist ein OP-Management-System?

| Autor / Redakteur: Mir / Manfred Klein

Für ein Krankenhaus stellt der kostenintensive OP-Betrieb einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor dar. Mit einem rechnergestützten OP-Management-System können Prozessabläufe, der Ressourceneinsatz sowie die Behandlungsqualität effizienter gestaltet werden.

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Ein IT-gestütztes OP-Management-System steigert die Effizienz
Ein IT-gestütztes OP-Management-System steigert die Effizienz
(Bild: aga7ta – Fotolia)

In jeder Klinik zählt die chirurgische Therapie in Form der operativen Versorgung von Patienten zu den entscheidenden Faktoren innerhalb der klinischen Wertschöpfungskette. Ein manuell respektive analog konzeptioniertes OP-Management-System ist im Hinblick auf die rasche Entwicklung von Technologien und neuen Behandlungsansätzen im Gesundheitswesen an die eigenen Grenzen gestoßen.

Herkömmliche OP-Management-Systeme können Anforderungen nicht erfüllen

Es zeigt sich, dass sich die komplexen, oftmals berufsgruppenübergreifenden und interdisziplinären Prozessabläufe, die in der Regel durch zahlreiche Schnittstellen charakterisiert sind, als störanfällig und zu wenig leistungsfähig erweisen. Das gefährdet die Produktivität des klinischen Kernbereichs. Trotzdem aber stellt gerade die technologische und technische Ausstattung im OP-Bereich den größten Kostenblock dar.

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen eröffnet im Kontext mit eHealth hier optimierte Möglichkeiten für IT-gestützte OP-Management-Systeme. Daher setzen immer mehr Krankenhäuser auf spezialisierte IT-Anwendungen, die sie in der Organisation, den Prozessabläufen und der Dokumentation unterstützen.

Diese Bereiche deckt ein IT-gestütztes OP-Management-System ab

Ein digitalisierten OP-Management verknüpft als zentrale Aufgabenstellung organisatorische und strukturelle Dimensionen mit den patientenspezifischen, medizinischen Anforderungen. Folgende Bereiche deckt ein auf E-Health ausgerichtetes OP-Management-System ab:

  • die Behandlungsqualität
  • die Leistungsorientierung
  • die OP-Programmplanung
  • der OP-Ablauf und die OP-Prozesse
  • die Schnittstellen-Probleme
  • die Raumauslastung
  • die Personalauslastung
  • die Fallzahlsteigerung
  • die baulichen Strukturen
  • die Budgetvorgaben

Praxisbezogene Optimierung von Planung und Koordination

Die modernen Management-Systeme dieser Art verfügen in der Regel über web-basierte Benutzerschnittstellen. Dadurch wird die Übernahme, Verarbeitung und Verwaltung (hier: insbesondere Maintenance und Datenpflege) aller erforderlichen Daten durch das OP-Management gewährleistet. Der Zugriff erfolgt dabei in den meisten Fällen vollkommen plattformunabhängig und über jeden Standardbrowser.

Zudem ermöglicht ein IT-gestütztes OP-Management-System statistische Analysen und stellt historische Daten zwecks Auswertung – oftmals in Form visualisierter Ergebnisse – zur Verfügung. Daraus ergeben sich für das OP-Management signifikante Verbesserungspotenziale, um die grundsätzliche Organisation sowie beispielsweise auch den Arbeitsablauf im OP zu verbessern.

Systemintegration gewährleistet den Datenzugriff unterschiedlicher Datenquellen

Ein IT-gestütztes OP-Management-System kann eingebettet werden in ein bereichsübergreifendes System, das alle Daten aus sämtlichen relevanten Daten- und Informationsquellen erfasst. Dies läuft in Form einer Systemintegration ab. So fließen hier Daten aus dem OP-Management-System, dem Krankenhausinformationssystem (KIS), dem Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem (PACS; Picture Archiving and Communication System) und beispielsweise auch aus dem Bereich ERP (Enterprise Resource Planning) zusammen.

Der Aufwand und die Kosten einer Systemintegration auf der Basis digitaler Netzwerke und Rechner sind dabei immer abhängig vom jeweiligen IT-Bestand sowie vom Grad der Standardisierung von Prozessen und Abläufen.

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