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Was ist ein Krankenhausinformationssystem (KIS)?

| Autor/ Redakteur: Ilan_r_r / Manfred Klein

Ein Krankenhausinformationssystem, abgekürzt als KIS, ist eine Sammlung aller Kommunikations- und Informations­techniken innerhalb eines Krankenhauses, mit welcher alle relevanten Informationen erfasst, gespeichert, bearbeitet und genutzt werden können.

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Krankenhausinformatiossysteme müssen vor Cyberattacken wirkungsvoll geschütz werden
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In einem Krankenhaus müssen viele Informationen von vielen Stellen und an vielen Stationen abrufbar, nutzbar und auch erweiterbar sein. Innerhalb eines Krankenhausinformationssystems werden unter anderem sowohl die administrativen als auch die medizinischen Patientendaten organisiert. Das bedeutet allerdings auch, dass jedes Krankenhausinformationssystem mit einer Vielzahl höchst sensibler Daten operiert und entsprechend gut geschützt werden muss. Denn jede Patientenakte enthält eine Reihe personenbezogener Daten, welche vor unbefugtem Zugriff geschützt werden müssen.

Unterschiedliche Systeme und Komponenten arbeiten reibungslos zusammen

Krankenhausinformationssysteme sind in der Regel umfangreiche Softwareprodukte, welche über viele verschiedene Schnittstellen in der Lage sind, die Informationen und Daten der unterschiedlichsten Computernetzwerke und Systeme innerhalb eines Krankenhauses verfügbar zu machen und darzustellen. Dabei werden in einem Krankenhausinformationssystem alle im Krankenhaus vorhandenen Computernetzwerke inklusive der zuständigen Server, aber auch alle festen und mobilen Arbeitsplätze zusammengefasst.

Zudem können alle Komponenten von verschiedenen Herstellern stammen oder unterschiedliche Spezialisierungen aufweisen. So gehören zu einem KIS und den Einträgen in die Patientenakte unter anderem auch Spezialsysteme wie die Informationssysteme aus Radiologie und anderen Spezialgebieten.

Hohe Anforderung an die Nutzer-Rechteverwaltung

Die große Menge an verfügbaren Daten innerhalb der Patientenakte und die damit einhergehenden hohen Anforderungen an den Datenschutz mache jedes Krankenhausinformationssystem zu einem enorm komplexen Gebilde. Denn jede Abteilung und jeder Bereich innerhalb des Krankenhauses muss jederzeit auf die Patientenakte zugreifen und die wichtigen Informationen erhalten dürfen. Zudem müssen alle nicht relevanten Daten vor unbefugten Zugriffen bestens geschützt werden.

Die reine Administration eines Krankenhauses muss und darf keinen Zugang zu den medizinischen Patientendaten haben, während die medizinische Abteilung die administrativen Informationen nicht benötigt. Die angezeigten Informationen im Krankenhausinformationssystem müssen somit für jeden Nutzer so aufbereitet werden, dass alle relevanten Informationen sofort und übersichtlich zur Verfügung stehen.

Prozessoptimierung und Qualitätssicherung

Neben dem alltäglichen Anwendungsbedarf kann ein Krankenhausinformationssystem zudem auch zur Optimierung der verschiedenen Prozesse und vor allem zur Qualitätssicherung dienen. So gibt es unter anderem bundeseinheitliche Qualitätssicherungs-Dokumentationen, welche direkt aus dem Krankenhausinformationssystem generiert und zur Verfügung gestellt werden können. Zudem könne eigene Faktoren für die umfassende Qualitätssicherung angelegt werden, sodass sich Kliniken und Krankenhäuser anhand eigener Standards immer wieder bewerten und verbessern können. Ein KIS umfasst also deutlich mehr, als die digitale Nutzung der Patientenakte in verschiedenen Abteilungen.

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