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Was ist ein elektronisches Rezept?

| Autor/ Redakteur: Brainrockers / Manfred Klein

Ein elektronisches Rezept (kurz eRezept) erlaubt Ärzten die rein digitale Verordnung von Arznei- und Heilmitteln. In Deutschland befindet sich das eRezept noch in der Erprobungsphase (Stand 2019). Die Einführung ist für 2020 geplant.

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Das elektronische Rezept soll Patienten mehr Kontrolle über seine Daten geben
Das elektronische Rezept soll Patienten mehr Kontrolle über seine Daten geben
( © aga7ta – Fotolia )

Beim Ausstellen eines Rezepts hat der Arzt in seiner Software die Wahl zwischen dem analogen Papierrezept und dem neuen elektronischen Rezept. Wünscht der Patient ausdrücklich ein elektronisches Rezept, verschlüsselt die Software die Verordnung und sendet sie an einen zentralen Server.

Parallel sendet sie eine digitale Kopie an die Smartphone-App des Patienten. Diese enthält neben Angaben zum Arzt und dem optisch dargestellten Rezept einen QR-Code. Sobald der Apotheker diesen scannt, kann er auf die Daten zugreifen und die Medikamente aushändigen.

Das Papierrezept wird nach aktueller Planung (Stand 2019) neben dem eRezept weiterexistieren. Patienten sollen in der Arztpraxis nach wie vor die Wahl haben, ob sie ein analoges oder ein elektronisches Rezept haben möchten.

Diese Vorteile bietet das elektronische Rezept

Das eRezept ist Teil des eHealth-Gesetzes, das auch die elektronische Patientenakte und die elektronische Gesundheitskarte umfasst. In Kombination sollen sie dem Patienten mehr Kontrolle über seine Daten geben, die Kommunikation zwischen Ärzten und Apothekern beschleunigen, potenzielle Fehlerquellen beseitigen und die Bürokratie reduzieren.

Ein zentraler Vorteil ist die Wege- und Zeitersparnis, von der Berufstätige, Menschen auf dem Land und Reisende profitieren sollen. So müssen Patienten für Folgerezepte nicht persönlich in der Praxis erscheinen und auch bei Online-Sprechstunden (Telemedizin) ist das Ausstellen elektronischer Verordnungen per Knopfdruck ohne echten Arztbesuch möglich.

eRezept und Sicherheit

Die Übertragung der mit dem Rezept verbundenen Daten erfolgt verschlüsselt über gesicherte Verbindungen. Der einzige Schlüssel zur Freigabe der Verordnung ist der vom Arzt generierte QR-Code in der persönlichen Smartphone-App des Patienten. Nach dem Einscannen des Codes durch den Apotheker und dem Aushändigen der Medikamente wird das Rezept automatisch an die Krankenkasse übermittelt und dann ungültig. Ein erneutes Einlösen ist somit ausgeschlossen.

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