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Definitionen Was ist der Current Procedural Terminology (CPT)-Code?

| Autor / Redakteur: Updater / Manfred Klein

Die Aktuelle prozedurale Terminologie ist ein Codierungssystem, welches dazu dient, medizinische Dienstleistungen identifizieren zu können. In diesem Beitrag wird diese Folgeerscheinung der Digitalisierung im Gesundheitswesen näher erläutert.

Medizinische Dienstleistungen eindeutig codieren
Medizinische Dienstleistungen eindeutig codieren
(© aga7ta – Fotolia)

Die American Medical Association (AMA) entwickelte 1966 die Aktuelle prozedurale Terminologie, um für die Identifizierung medizinischer Leistungen und Verfahren einen Standard zu schaffen. Das Codierungssystem CPT (Current Procedural Terminology) kennzeichnet unter anderem folgende medizinische Testverfahren und Leistungen:

  • Diagnostische Tests
  • Chirurgische Operationen
  • Labortests
  • Radiologische Tests
  • Anästhesiologie
  • Physikalische und Ergotherapie
  • Hör- und Sehdienste
  • Transportservices und Logistik
  • Verwaltungstätigkeiten

Das gesamte Codewerk, welches Tausende CPT-Codes enthält, wird einmal jährlich aktualisiert und stellt ein Hilfsmittel der medizinischen Netzwerk-Infrastruktur dar, mit Patienten, Krankenhäusern und Versicherungsunternehmen zu kommunizieren. Auch nichtmedizinische Befunde können auf diese Weise überprüft werden.

Verwendung der Aktuellen prozeduralen Terminologie

Jeder CPT-Code besteht aus fünf Zeichen (Zahlen und Buchstaben), um medizinische Dienste zu identifizieren. Mittels sogenannter Modifikatoren in der Länge von zwei Zeichen werden spezielle Situationen gemeldet oder aufwendige Verfahren näher beschrieben. Diese Kategorisierung stellt einen wichtigen Schritt der Pharmazie- und Medizintechnik in Richtung Umsetzung der eHealth Richtlinien dar.

CPT-Codes sind in drei Kategorien unterteilt.

  • Kategorie 1: Hier kommt ein fünfstelliger alphanumerischer Code zur Anwendung, um Verfahren zu kennzeichnen. Die Kennung ist von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zugelassen und wird von Angehörigen medizinischer Berufe durchgeführt. Die Dokumentation des Nachweises erfolgt durch nichtmedizinisches Verwaltungspersonal. Die zu kennzeichnenden Bereiche sind in in sechs Abschnitte unterteilt: Chirurgie, Radiologie, Medizin, Verwaltung und Management, Anästhesiologie sowie Pathologie und Labor.
  • Kategorie 2: Dieser fünfstellige alphanumerische Code ist ebenfalls von der FDA anerkannt und kann optional verwendet werden. Es handelt sich um ergänzende Tracking-Codes, mit deren Hilfe die Qualität der erbrachten Leistungen zuverlässig evaluiert werden kann. Kategorie 2 Codes werden ausschließlich für Leistungsmessungen verwendet.
  • Kategorie 3: Es handelt sich dabei um temporäre Codes, die für neue Dienste, Technologien und Verfahren verwendet werden. Meist handelt es sich um Dienste, die generiert werden, um medizinische Daten zu sammeln und neue medizinische Methoden im Sinne von eHealth zu bewerten. Manche dieser Verfahren sind bereits von der FDA zugelassen, andere noch nicht, für den Einsatz von Kategorie 3 Codes spielt das keine Rolle. Sämtliche neu eingesetzten Verfahren sind im Sinne der eHealth Grundsätze lückenlos zu dokumentieren, die Erkenntnisse müssen in laufende Forschungsprojekte einfließen. Operativ werden die Verfahren üblicherweise vom zuständigen Verwaltungspersonal und nicht von medizinischem Fachpersonal durchgeführt

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