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Was ist das Notfallsanitätergesetz?

| Redakteur: Manfred Klein

Das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) ist ein deutsches Bundesgesetz über den Beruf des Notfallsanitäters, einer rettungsdienstlichen Qualifikationsstufe oberhalb des Rettungsassistenten zum Einsatz in der Notfallrettung.

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Das Notfallsaniätergesetz soll die Vergleichbarkeit der Ausbildung in den Bundesländern aber auch in der EU verbessern
Das Notfallsaniätergesetz soll die Vergleichbarkeit der Ausbildung in den Bundesländern aber auch in der EU verbessern
(© aga7ta – Fotolia)

Das Gesetz beschäftigt sich hauptsächlich mit der Ausbildung zum Notfallsanitäter und wird durch die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan-APrV) ergänzt.

Ziel des Gesetzes war eine Reform der Ausbildung nach dem Rettungsassistentengesetz. Im Rahmen dieser Reform soll die Ausbildungszeit deutlich auf drei Jahre verlängert und die Notkompetenz durch Regelkompetenz ersetzt werden. Ein weiteres Ziel dieser Reform ist die bessere Vergleichbarkeit der rettungsdienstlichen Ausbildung in den Bundesländern und in der Europäischen Union. Zur Verbesserung der Ausbildungsqualität der Rettungsdienstschulen wurden im Gesetz einheitliche Qualitätsanforderungen an die Rettungsdienstschulen festgeschrieben. Diese liegen oberhalb der bisherigen Anforderungen.

Nach dem Willen des Gesetzgebers wird im Rahmen der Übergangsregelungen Rettungsassistenten die Möglichkeit eröffnet, bis zum 31. Dezember 2020 durch Teilnahme an einer Ergänzungsprüfung oder der staatlichen Prüfung die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Notfallsanitäter zu erlangen. Dafür nötig sind bei mindestens fünfjähriger Berufserfahrung das erfolgreiche Ablegen einer Ergänzungsprüfung bei mindestens dreijähriger Berufserfahrung, die Teilnahme an einem 480 Stunden umfassenden Lehrgang und das erfolgreiche Ablegen der anschließenden Ergänzungsprüfung.

Bei weniger als dreijähriger Berufserfahrung ist die Teilnahme an einem 960 Stunden umfassenden Lehrgang und das erfolgreiche Ablegen der anschließenden Ergänzungsprüfung notwendig.

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