Definitionen Was ist das Internet of Medical Things (IoMT)?

Von Natalie Ziebolz

Das Internet of Medical Things (IoMT, Internet der medizinischen Dinge), ein Teilbereich des IoT (Internet der Dinge), umfasst miteinander vernetzte Geräte und Anwendungen im Gesundheitswesen.

Das Internet of Medical Things (IoMT) umfasst alle IoT-Anwendungen aus dem medizinischen Bereich
Das Internet of Medical Things (IoMT) umfasst alle IoT-Anwendungen aus dem medizinischen Bereich
(© aga7ta – stock.adobe.com)

Das Internet of Medical Things (IoMT) – Deutsch: Internet der medizinischen Dinge – ist ein Teilbereich des Internet of Things (IoT) und umfasst alle miteinander vernetzten medizinischen Geräte und Anwendungen. Diese kommen unter anderem bei der Fernüberwachung von Patienten zum Einsatz oder bei der Kontrolle des Medikamentenbestandes. Damit das menschliches Eingreifen bei entsprechenden Routineverfahren auf ein Minimum reduziert werden, arbeiten die Anwendungen und Geräte oftmals mit Automatisierung sowie maschinenbasierter Intelligenz. Dafür sind sie häufig mit Sensoren ausgestattet. So werden Mitarbeiter entlastet und Kosten für Patienten und Gesundheitsdienstleister reduziert.

Von häuslichem bis klinischem IoMT

Das IoMT umfasste ein breites Anwendungsfeld:

  • In-home IoMT: Das häusliche IoMT ermöglicht es, medizinische Daten von zuhause an Arztpraxen oder Krankenhäuser zu übermitteln. Ein bekanntes Beispiel dafür ist etwa die Fernüberwachung des Blutdrucks. Dieser wird dabei regelmäßig an den zuständigen Arzt zur Überprüfung übermitteln. So lassen sich Probleme bereits erkennen, bevor sie ernst werden.
  • Telemedizin: Diese Variante ermöglicht es, unter Einsatz audiovisueller Kommunikationstechnologien medizinisches Fachpersonal zu kontaktieren. Telemedizin kann unter anderem zur Diagnostik, Konsultation und für medizinische Notfalldienste eingesetzt werden.
  • On-body IoMT: Tragbare IoMT-Geräte sind auch zur Fernüberwachung gedacht, können jedoch im Gegensatz zur In-home-Geräte auch außerhalb der eigenen vier Wände mitgeführt werden. Darunter zählen etwa Glukose-Sensoren für Diabetiker, aber auch die Smartwatch, die unregelmäßige Herzrhythmen erkennen kann.
  • Gemeinschaftliches IoMT: Community IoMT-Geräte kommen in Städten beziehungsweise größeren geografischen Gebieten zum Einsatz. Neben der mobilen (Notfall-)Versorgung ermöglicht diese Variante auch Remote-Dienste. So können beispielsweise Point-of-Care-Geräte von Gesundheitsdienstleistern in nicht-traditionellen medizinischen Umgebungen wie einem Feldkrankenhaus eingesetzt werden. Doch auch beim Transport von Gesundheitsgütern kommen entsprechende Sensoren zum Einsatz: Mit ihnen werden etwa temperatur- und druckempfindliche Transportbehälter überwacht, um die Qualität der Produkte sicherzustellen.
  • In-hospital IoMT: Natürlich kommen IoMT-Geräte auch im Krankenhaus zur Anwendung. Mit ihnen werden unter anderem die Bewegungen von Personal und Patienten verfolgt, um der Verwaltung einen umfassenden Überblick über die Vorgänge zu verschaffen.

Vorteile des IoMT

Die Einsatzgebiete geben auch ein erstes Gefühl für die Vorteile der Anwendungen. So sind etwa personalisierte und genauere Diagnosen und Therapien möglich, da die Werte der Patienten über einen längeren Zeitraum überwacht werden. Bei einem kurzen Besuch in der Arztpraxis erhält der behandelnde Mediziner hingegen lediglich eine Momentaufnahme. Darüber hinaus ist der Praxisbesuch in einigen Fällen auch gar nicht mehr notwendig, da die Daten bereits an den zuständigen Arzt übertragen wurden. So lassen sich auch Spezialisten konsultieren, die nicht in unmittelbarer Nähe des Patienten niedergelassen sind. Gleichzeitig erhalten die Patienten durch Wearables mehr Kontrolle über ihre Vitalfunktionen und ein besseres Gefühl für ihren Körper.

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