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Definitionen Was ist bzw. was tut Verband der Krankenhausdirektoren (VKD)?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Manfred Klein

Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) ist ein Zusammenschluss der oberen Managementebene von Krankenhäusern, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen und Medizinischen Versorgungszentren.

Lobbyarbeit für Kliniken und Krankenhäuser – die Aufgabe des VKD
Lobbyarbeit für Kliniken und Krankenhäuser – die Aufgabe des VKD
(© aga7ta – Fotolia)

Gegründet wurde der VKD in Dresden am 5. Juli 1903, damals noch unter dem Namen „Vereinigung der Verwaltungsvorstände der Krankenhäuser Deutschlands“. Die Mitglieder sind überwiegend Leitungskräfte von Krankenhausverwaltungen, die für die Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Führung verantwortlich sind. Heute hat der Verband seinen Sitz in Berlin.

Seine grundlegende Arbeit besteht darin, die Interessen der Mitglieder und Krankenhäuser bei der Wahrnehmung und Ausführung ihrer Aufgaben zu unterstützen und sie in der Öffentlichkeit zu vertreten. Dafür kooperiert er auch mit der „Europäischen Vereinigung der Krankenhausdirektoren“ (EVKD) und zahlreichen anderen internationalen Organisationen.

Ziele, Aufgaben und Positionen des VKD

Trotz der großen Veränderungen von den früheren Armenspitälern über Krankenanstalten hin zu modernen Kliniken ist nach eigener Aussage des VKD ein Punkt immer gleich geblieben. Damals wie heute bewegen sich Krankenhäuser in einem Spannungsfeld aus Qualitätsanspruch und Wirtschaftlichkeit, aus Ethik und effizienter Arbeit. Kliniken sind einerseits humanitären Diensten am Patienten und der Würde kranker Menschen verpflichtet, andererseits müssen sie die Finanzierbarkeit ihrer hochwertigen Leistungen berücksichtigen und sicherstellen.

Der Verband der Krankenhausdirektoren vertritt die Position, dass auch angesichts knapper werdender finanzieller Ressourcen die Ansprüche an Kosteneffizienz und wirtschaftlichem Handeln nicht im Widerspruch zu Ethik und ausgezeichneter medizinischer Versorgung stehen dürfen. Das gilt gleichermaßen für die Herausforderungen durch den demografischen Wandel und die dadurch veränderte Bevölkerungsstruktur.

Der Verband unterstützt aus diesen Gründen seine Mitglieder bei ihren Managementaufgaben in Kliniken, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen, er organisiert Veranstaltungen in den Bereichen Fort- und Weiterbildung auf Landes- und Bundesebene und fördert den Erfahrungsaustausch untereinander. Außerdem beteiligt er sich aktiv an der Gestaltung gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen und der Versorgung von Patienten.

Organisatorische Struktur des VKD

Laut Satzung des VKD bestehen die Verbandsorgane aus der Mitgliederversammlung, dem Vorstand, dem Präsidium und dem Präsidenten bzw. der Präsidentin. Seit 1992 gibt es auch eine durch den Vorstand bestellte Geschäftsführung, die die laufenden Geschäfte gemäß den Beschlüssen des Verbandes führt. Die Geschäftsstelle befindet sich am Sitz des VKD in Berlin.

Darüber hinaus existieren Landesgruppen, deren Gliederung durch die Mitgliederversammlung bestimmt wird, sowie durch den Vorstand ins Leben gerufene Fachgruppen für Pflege- Rehabilitations- und psychiatrische Einrichtungen, in denen sich Mitglieder mit gleichen fachspezifischen Interessen treffen und austauschen. Schließlich gibt es noch Fachausschüsse für Grundsatzfragen und betriebwirtschaftliche Themen, die ebenfalls auf Beschluss des Vorstandes gebildet wurden.

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