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Definitionen Was ist bzw. was tut die Ständige Impfkommission (STIKO)?

Autor / Redakteur: Laimingas / Manfred Klein

Die Ständige Impfkommission ist eine ehrenamtlich arbeitende Expertengruppe aus 12 bis 18 Mitgliedern, die sich mit Fragen zu Infektionskrankheiten und Schutzimpfungen beschäftigt und zu diesen Bereichen entsprechende Empfehlungen herausgibt.

STIKO – Expertengremium für das Impfwesen
STIKO – Expertengremium für das Impfwesen
(© aga7ta – Fotolia)

Die Einrichtung der STIKO erfolgte 1972 beim damaligen Bundesgesundheitsamt in (West-)Berlin. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands trat das geltende Bundes-Seuchengesetz auch für die neuen Bundesländer in Kraft, deshalb wurde die Gruppe um Experten von dort erweitert. Seit der Auflösung des Bundesgesundheitsamtes im Jahr 1994 ist die STIKO beim RKI (Robert-Koch-Institut) in Berlin angesiedelt. Die Impfempfehlungen der Kommission wurden vom Bundesgerichtshof 2017 in einem Beschluss als „medizinischer Standard“ anerkannt.

Als rechtliche Grundlage für die STIKO gilt § 20 Absatz 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG), in dem sie 2001 verankert wurde. Sie untersteht dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit, das die Mitglieder der Expertengruppe im Einvernehmen mit den Gesundheitsministerien der einzelnen Bundesländer ernennt. An den Sitzungen und Beratungen der STIKO dürfen auch Fachleute aus den Bundes- und Landesministerien, des RKI sowie des Paul-Ehrlich Instituts teilnehmen. Letzteres ist das offizielle Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel.