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Was ist bzw. was tut die Freie Ärzteschaft (FÄ)?

| Redakteur: Manfred Klein

Die Freie Ärzteschaft, oft auch mit dem Kürzel FÄ bezeichnet, ist ein Verein, der vor allem im Internet aktiv ist. Er fungiert als Interessenvertretung für Mediziner und bietet eine Plattform für den professionellen Austausch untereinander.

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Die FÄ möchte die elektronische Gesundheitskarte gerne verhindern
Die FÄ möchte die elektronische Gesundheitskarte gerne verhindern
(© aga7ta – Fotolia)

Die Anfänge der FÄ sind im Internet begründet. Hier tauschten sich Mediziner in einem Forum aus, um von den Erfahrungswerten der Kollegen aus der ganzen Welt nachhaltig zu profitieren. Berufspolitische Themen konnten hier unkompliziert online diskutiert werden. Im Jahr 2004 erfolgte die Gründung der Freien Ärzteschaft, um den Austausch mit einem Verein auf eine solide Grundlage zu stellen. Der Vereinssitz der Mediziner, die im Internet unter der Adresse www.freie-aerzteschaft.de zu entdecken sind, befindet sich in Essen.

Die Ziele der FÄ

Die Zielsetzung der Freien Ärzteschaft fokussiert eine Medizin, die das Verhältnis zwischen den Ärzten und den Patienten wieder intensiviert und im Mittelpunkt ansiedelt. Die berufspolitisch organisierten Mitglieder – derzeit sind es über 2.000 –, treten unter anderem für die folgenden Ziele ein:

  • Orientierung am Patienten als einzigartigem Individuum
  • Aufbau von Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient durch ebenso empathische wie kompetente Betreuung
  • Stärkung der ambulanten Versorgung durch niedergelassene Ärzte
  • Abbau staatlicher Reglementierungen
  • Verringerung bürokratischer Einschränkungen
  • solidarische Zusammenarbeit von Ärztegruppen für gemeinsame Werte und Ziele
  • menschliche Rahmenbedingungen für die ärztliche Arbeit
  • adäquate Bezahlung.

Aktionen für gemeinsame Zielsetzungen

Die Freie Ärzteschaft vertritt die Interessen von Hausärzten und Fachärzten, koordiniert diese und weist mit einer Vielzahl von Aktionen auf diese hin. Dazu gehören insbesondere Aktivitäten, die die elektronische Gesundheitskarte verhindern sollen. Kundgebungen und Protestaktionen weisen auf Missstände in der Medizin hin, die Ärzte wie Patienten negativ beeinflussen und nicht selten staatlich verursacht sind. Das Vertragsarztwesen mit all seinen Auswirkungen wird von den Ärzten ebenfalls konsequent mit all seinen negativen Effekten thematisiert.

Öffentlichkeitsarbeit als wichtiger Bestandteil der gemeinschaftlichen Aktivität

Die Mediziner bauen auch auf die externe Kommunikation. Sie informieren Patienten und Politik, Medien und die interessierte Öffentlichkeit über Missstände, die in der modernen Medizin ihrer Meinung nach existieren und abgestellt werden sollten. Der Praxisbezug wird dabei in den Vordergrund gestellt, wenn Menschen über Themen wie Honorar und Fachärztemangel, Unsicherheiten in der Medizin oder hinderliche staatliche Restriktionen aufgeklärt werden. Protestaktionen, die eine hohe Publikumswirksamkeit verwirklichen konnten, waren beispielsweise gut besuchte Demonstrationen in Berlin sowie die Ärztetage der Basis. Darüber hinaus beteiligt sich die Freie Ärzteschaft auch an Initiativen, die das Gesundheitssystem nachhaltig fördern.

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