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Was ist bzw. was tut die Bundesärztekammer?

| Redakteur: Manfred Klein

Die Bundesärzteorganisation vertritt als Spitzenorganisation der Selbstverwaltung die Ärztinnen und Ärzte in der Bundesrepublik auf berufspolitischem Gebiet. Sie ist die Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Ärztekammern.

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Die Bundesärztekammer bezieht häufig auch zu ethischen Themen Stellung
Die Bundesärztekammer bezieht häufig auch zu ethischen Themen Stellung
(© aga7ta – Fotolia)

In Deutschland gibt es 17 Ärztekammern. Die Bundesärztekammer fungiert als deren Arbeitsgemeinschaft, in der die einzelnen Kammern als Körperschaften des öffentlichen Rechts zusammengeschlossen sind. Die Bundesärztekammer ist ein nicht eingetragener Verein. Ihm gehören die Ärztinnen und Ärzte in Deutschland an, weil sie eine Pflichtmitgliedschaft in der für sie zuständigen Ärztekammer haben. Die Bundesärztekammer gibt es seit 1947. Sie entstand aus der Arbeitsgemeinschaft der Westdeutschen Ärztekammern.

Deutscher Ärztetag als Hauptversammlung

Wie jeder Verein hat auch die Bundesärztekammer eine jährliche Hauptversammlung, den Deutschen Ärztetag. Hier wird unter anderem das Gremium gewählt, das organisatorisch an der Spitze angesiedelt ist. Es handelt sich dabei um den Präsidenten und die beiden Vizepräsidenten. Die Bundesärztekammer versteht sich als das „Parlament der Ärzteschaft“. Informationen über bereits stattgefunden Ärztetage sind auf der Website der Bundesärztekammer zu entdecken.

Aufgaben und Ziele

Die Bundesärztekammer ist die berufspolitische Vertretung der deutschen Ärztinnen und Ärzte. Ihr Ziel ist eine Gesundheits- und Sozialpolitik, die Patienten und Ärzten gleichermaßen gerecht wird. Dabei wirkt die Kammer gezielt an der öffentlichen Meinungsbildung mit, indem sie informiert und Missstände darstellt. Sie unterstützt die Ärztekammern in ihrer Arbeit und übernimmt dabei auch bedeutenden gesetzliche Aufgaben.

Zu ihren wichtigsten Zielsetzungen zählen:

  • die medizinische Versorgung in Deutschland nach hohen Standards
  • Solidarität unter den Ärzten
  • einheitliche Regelungen der Pflichten im Rahmen der Berufsausübung
  • nationale und internationale Vertretung
  • Stellungnahme zu gesundheits- und gesellschaftspolitisch relevanten Themen
  • Förderung von Aus- und Fortbildung
  • Schaffung von Netzwerken.

Umfassende Informationspolitik der Bundesärztekammer

Die Kammer stellt, unter anderem auf ihrer Website, umfassende Informationen zu Themen dar, die Ärzte und Patienten tangieren. Die Palette der Themen ist breitgefächert und reicht von Schwangerschaftsabbruch und Patientenverfügung über Gebührenordnung und Honorarforderungen bis zu Patientensicherheit und Telemedizin. Die Bundesärztekammer verfügt mit BÄKground über einen eigenen Informationsdienst.

Richtlinien und mehr

Die Bundesärztekammern konzipiert Richtlinien, Leitlinien, Empfehlungen und Stellungnahmen zu unterschiedlichen Themen und macht diese der Öffentlichkeit publik. Themen, zu denen bereits Richtlinien entwickelt wurden, sind zum Beispiel die Assistierte Reproduktion, die Substitutionstherapie und die Transplantationsmedizin. Die Bundesärztekammer bezieht häufig auch zu ethischen Themen Stellung, die die Medizin beeinflussen und die in der Öffentlichkeit mitunter kontrovers diskutiert werden.

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