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Visualisierung des Hirntumors

Virtual-Reality-Tour durch das eigene Gehirn

| Redakteur: Ira Zahorsky

Bei der Diagnose „Hirntumor“ hilft es den Betroffenen, so viel wie möglich über die Erkrankung und die Therapiemöglichkeiten zu erfahren. Unterstützen soll hierbei nun eine VR-Brille, mit der man in der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Münster eine Reise ins eigene Gehirn unternehmen kann.

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Für ein besseres Verständnis: (v. l.) Dr. Dr. Oliver Grauer, Patient Jonas Thiet und Dr. Markus Holling mit der VR-Brille
Für ein besseres Verständnis: (v. l.) Dr. Dr. Oliver Grauer, Patient Jonas Thiet und Dr. Markus Holling mit der VR-Brille
( Bild: Uniklinik Münster )

„Manche kennen Virtual-Reality-Brillen bereits von der heimischen Spielkonsole – im Zentrum nutzen wir diese Technik aber nun zur besseren Visualisierung des Hirntumors“, erklärt Dr. Markus Holling, Oberarzt in der Klinik für Neurochirurgie des UKM (Universitätsklinikum Münster). „Patienten sollten so gut es geht über ihre Erkrankung Bescheid wissen“, betont auch sein Kollege Dr. Dr. Oliver Grauer, Oberarzt in der Klinik für Neurologie.

Als erstes Hirntumorzentrum in Europa setzt das interdisziplinäre Team rund um Grauer und Holling die VR-Technik mit einer neuen Software aus der Schweiz ein, um z.B. vor einer Operation die genaue Lage des Tumors und die benachbarten Regionen zu veranschaulichen und einen Eindruck davon zu vermitteln, was während des Eingriffes passiert. Das Modell des Gehirns wird dabei anhand von MRT-Aufnahmen generiert. Der Patient kann sich die Bilder durch die VR-Brille direkt in 3D ansehen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die virtuelle Tour durch den Kopf an einem großen Bildschirm zu verfolgen. „Dabei ist keinerlei anatomisches Vorwissen erforderlich“, erzählt Holling. „Wir sind immer dabei und erklären die relevanten Strukturen.“

Bei Patienten, die zur Nachsorge kommen, können die Mediziner mit Hilfe der VR-Technologie das Ergebnis nach einer OP darstellen. „Ein Hirntumor ist eine sehr komplexe Erkrankung“, sagt Holling. „Das ist was anderes als ein gebrochenes Bein. Die Betroffenen haben vor und nach dem Eingriff viele Fragen – z.B. zu den neurologischen Folgen oder dem weiteren Therapieverlauf.“

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