Schleswig-Holstein Videosprechstunden-Boom hält an

Von Eva Hornauer

Die Corona-Pandemie hat und hatte große Auswirkungen auf unser aller Leben – von Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich bis hin zu Homeoffice und Videocalls im beruflichen Leben. Die Art und Weise wie wir miteinander kommunizieren hat sich durch Corona stärker auf den digitalen Bereich verlagert – auch wenn es um unsere Gesundheit geht.

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„Nicht nur auf dem Land, wo die Wege zur Praxis weiter sein können, machen digitale Lösungen wie die Videosprechstunde Sinn“, so AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann
„Nicht nur auf dem Land, wo die Wege zur Praxis weiter sein können, machen digitale Lösungen wie die Videosprechstunde Sinn“, so AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann
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Videosprechstunden erfuhren durch die Corona-Pandemie einen regelrechten Boom – das belegen die Zahlen deutlich. Die AOK NordWest gibt nun bekannt, dass der Videosprechstunden-Trend auch im zweiten Jahr der Pandemie ungebrochen ist.

Nach den Auswertungen der eigenen Zahlen wären 8.007 Videosprechstunden von Versicherten der AOK NordWest mit Ärzten in Schleswig-Holstein durchgeführt worden – und das alleine im ersten Halbjahr 2021. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2020 hätten nur 4.869 und im ersten Halbjahr 2019 nur zwei dieser digitalen Sprechstunden in Schleswig-Holstein stattgefunden. Im Vergleich zum Vorjahr macht das einen Anstieg der Videosprechstunden-Nutzung von 64 Prozent.

„Die Videosprechstunden erfahren einen enormen Aufschwung. Angesichts der Infektionsgefahr mit COVID-19 konsultieren immer mehr Patientinnen und Patienten ihren Arzt digital per Video über PC, Laptop oder Smartphone. Durch die Corona-Pandemie erfährt die Digitalisierung im Gesundheitswesen einen riesengroßen Schub“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

In der Nutzung von telemedizinischen Lösungen, wie der Videosprechstunde, sieht Ackermann eine sinnvolle Ergänzung zur persönlichen Interaktion zwischen Patient und Arzt. „Nicht nur auf dem Land, wo die Wege zur Praxis weiter sein können, machen digitale Lösungen wie die Videosprechstunde Sinn“, so Ackermann.

Patienten würden sich durch die Nutzung der Videosprechstunde die Anfahrts- und Wartezeit ersparen. Ärzte könnten durch telemedizinische Angebote die eigenen Praxisabläufe effizienter organisieren und Ansteckungsrisiken minimieren. „Gerade die telemedizinischen Services wie die digitale Fernuntersuchung, -diagnose und -überwachung zeigen, wie gefragt und unverzichtbar sie sind. Aber auch unabhängig von der derzeitigen Pandemie können sie mit dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum sicherzustellen“, sagt Ackermann.

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