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Telematikinfrastruktur Update: gematik lässt ersten eHealth-Konnektor zu

| Redakteur: Manfred Klein

Die gematik hat die Zulassung eines ersten eHealth-Konnektors für den Einsatz in der Telematikinfrastruktur erteilt. Mit der Zulassung sei ein wichtiger Schritt erreicht, damit medizinische Anwendungen wie der Notfall­datensatz, elektronische Medikationsplan oder Kommunikation zwischen Leistungserbringern künftig in der Patientenversorgung genutzt zu können.

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Der Konnektor soll medizinische Anwendungen im Praxisalltag erlebbar machen – zunächst dürfte es aber wieder Proteste geben
Der Konnektor soll medizinische Anwendungen im Praxisalltag erlebbar machen – zunächst dürfte es aber wieder Proteste geben
(© xiaoliangge – stock.adobe.com)

Die gematik hat die Zulassung eines ersten eHealth-Konnektors für den Einsatz in der Telematikinfrastruktur erteilt. Mit der Zulassung sei ein wichtiger Schritt erreicht, damit medizinische Anwendungen wie der Notfalldatensatz, elektronische Medikationsplan oder Kommunikation zwischen Leistungserbringern künftig in der Patientenversorgung genutzt zu können.

Über ein Software-Update wird nun der Konnektor KoCoBox MED+ der CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) zum eHealth-Konnektor. Ein Gerätetausch mit einem bereits vorhandenen Konnektor ist nicht erforderlich.

So soll er einmal aussehen – der erste freigegebene Konnektor für die Telematikinfrastruktur
So soll er einmal aussehen – der erste freigegebene Konnektor für die Telematikinfrastruktur
(© CGM Deutschland AG)

Uwe Eibich, Vorstand der CompuGroup Medical Deutschland AG, erklärte anlässlich der Zulassung: „Wir freuen uns, dass die KoCoBox MED+ nun offiziell für die Vorbereitung des Produktivbetriebs der Telematikinfrastruktur zugelassen wurde. Der nächste Schritt ist getan. „Schon bald können mehr als 55.000 Einrichtungen, in denen die KoCoBox MED+ bereits heute im Einsatz ist, ihren Patienten die neuen medizinischen Anwendungen anbieten. So etwa das Speichern der persönlichen Notfalldaten auf der eGK oder das Anlegen und Verwalten eines elektronischen Medikationsplans. Die Praxen können ihren Patienten mit diesem Angebot einen echten Mehrwert bieten“, Eibich weiter.

Bevor der eHealth-Konnektor bundesweit zur Verfügung stehen kann, sind Feldtests in verschiedenen Regionen im 1. Quartal 2020 geplant. Verlaufen diese erfolgreich, können die Anwendungen flächendeckend in der Versorgungspraxis eingeführt werden. In einem Gemeinschaftsprojekt der KV Westfalen-Lippe und CGM werden das Notfalldatenmanagement und der elektronische Medikationsplan von Ärzten, Apotheken und Patienten im Praxisbetrieb getestet.

Einen weiteren Feldtest wird es für die Anwendung KOM-LE geben. Der Kommunikationsstandard zum sicheren Austausch von elektronischen Dokumenten wird in Zusammenarbeit mit der KV Nordrhein sowie den KZVen Berlin, Nordrhein, Baden-Württemberg und Bayern erprobt. Die umfangreichen organisatorischen und technischen Vorbereitungen für die beiden Feldtests sind bereits seit längerem abgeschlossen.

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