Optimale Netzabdeckung Stabiles WLAN für Personal und Patienten im Krankenhaus

Autor / Redakteur: Harald Röder* / Ira Zahorsky

Um Prozesse im klinischen Alltag zu optimieren und die Digitalisierung voranzutreiben, ist eine zuverlässige Netzabdeckung mit maximaler Verfügbarkeit erforderlich. Als Kritische Infrastruktur (KRITIS) müssen Krankenhäuser beim Thema WLAN diverse Anforderungen berücksichtigen.

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Welche Voraussetzungen braucht stabiles WLAN im Krankenhaus?
Welche Voraussetzungen braucht stabiles WLAN im Krankenhaus?
(Bild: metamorworks - stock.adobe.com)

Das deutsche Gesundheitswesen erlebt derzeit eine digitale Transformation. Diesen Wandel vollziehen auch Krankenhäuser in Deutschland, denn bis vor ein paar Jahren gab es in den meisten Kliniken noch nicht einmal WLAN. Doch inzwischen werden wichtige Patientendaten – von der Aufnahme über Untersuchungsergebnisse bis hin zur Entlassung – digital gespeichert und können so jederzeit von den behandelnden Ärzten oder anderem Krankenhauspersonal abgerufen werden. Hier ist das Krankenhausinformationssystem (KIS) der Dreh- und Angelpunkt zur Verarbeitung medizinischer und administrativer Daten. Die Einrichtung eines campusweiten WLAN-Netzwerks ist ein nächster wichtiger Schritt, um die Kommunikation und verschiedene Arbeitsabläufe der Krankenhausmitarbeiter zu verbessern.

Anforderungen und Funktionsumfang

Die Herausforderung besteht darin, dass ein Klinik-Campus meist nicht nur aus einem Gebäude besteht. Oftmals sind beispielsweise auch noch ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), Verwaltungsgebäude oder eine Apotheke angegliedert. Daher ist auch bei der Auswahl einer WLAN-Lösung darauf zu achten, dass diese die verschiedenen Anforderungen der einzelnen Klinikbereiche erfüllt. Dazu zählen unter anderem Anforderungen an Datenschutz, Strahlenbelastung, Emission sowie die Erfüllung vorhandener Richtlinien der Feuerwehr und Polizei.

Auch hinsichtlich des Funktionsumfangs besteht in vielen Kliniken ein konkretes Anforderungsprofil. So sollte eine entsprechende WLAN-Lösung ein stabiles Roaming sowie Patienten-WLAN und mobile Hotspots ermöglichen. Da in Krankenhäusern noch immer die Ressourcen für IT-Investitionen oder auch -Personal begrenzt sind, sollte die Lösung im Alltag unterstützen und keinen Mehraufwand erzeugen. Denn trägt man die Verantwortung, Menschen zu betreuen und zu versorgen, hat man nicht die Zeit, sich über ein schlechtes WLAN aufzuregen oder selbst nach den Ursachen dafür zu suchen.

Auswahl und Ausbau

Bevor in den Ausbau des WLAN-Netzwerks investiert wird, sollte natürlich erst einmal die Grundlage geschaffen werden. Dazu zählt zum Beispiel, für eine optimale Netzabdeckung vorab die LAN-Infrastruktur im OP-Bereich oder auch in Funktionsbereichen wie der Intensivstation zu erweitern. Da auf dem Markt sowohl On-Premises- als auch Cloud-Lösungen angeboten werden, sollten sich die Projektverantwortlichen zunächst überlegen, welches System für die Anforderungen und den Arbeitsalltag in der Krankenhaus-IT die bessere Variante ist.

Ein On-Premises-System ermöglicht einerseits mehr Kontrolle vor Ort. Andererseits bedeutet es im Gegenzug aber auch, dass das IT-Team beispielsweise nach wie vor selbst Updates durchführen und sich um alle anfallenden Probleme kümmern muss – sofern kein externer IT-Dienstleister diese Arbeiten übernimmt. Im Vergleich dazu bieten Cloud-Lösungen mit entsprechender Management-Plattform mehr Zeit und Flexibilität für die IT-Verantwortlichen.

Optimierte (WLAN-)Versorgung

Neben dem IT-Team profitieren im Klinikalltag weitere Bereiche von dem Einsatz einer drahtlosen Lösung. Für die Ärzte und das Pflegepersonal bedeutet WLAN vor allem mehr Mobilität. So ist zum Beispiel durch den Einsatz von mobilen Visitewagen sichergestellt, dass die Ärzte überall auf der Station und zu jeder Zeit Zugriff auf die aktuellsten Patienteninformationen aus dem KIS haben.

Außerdem bedeutet WLAN mehr Komfort für die Patienten. In den meisten Krankenhäusern konnte bislang über das Krankenhaus-TV ferngesehen und über die Krankenhausleitungen telefoniert werden. Durch stabiles WLAN können die Patienten ihre Lieblingsserien weiter über Streaming-Dienste schauen und mit ihren Familien und Freunden über das Internet telefonieren.

Checkliste

Das sollte eine WLAN-Lösung für das Gesundheitswesen mitbringen:

  • Stabiles WLAN-Netzwerk für den gesamten Krankenhaus-Campus
  • Hochleistungs-WLAN für den Innen- und Außenbereich
  • Niedrige Investitions- und Wartungskosten
  • Langjährige Garantie auf Hardware
  • Zentrales Management ohne wiederkehrende Kosten für jährliche Lizenzen
  • Zuverlässige Verbindungen in Umgebungen mit hoher Benutzerdichte
  • Hohe Beständigkeit gegen Temperaturunterschiede
  • EN60601-1-2-zertifizierte Geräte

*Der Autor, Harald Röder, ist Regional Technical Manager DACH, Benelux and Israel bei Cambium Networks.

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