Gematik Sichere Kommunikation im Aufwind

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Trotz aller Kritik, das eRezept ist wieder der Umsetzung wieder ein Stückchen nähergekommen. Und auch vom Messenger der Gematik gibt es Positives zu berichten.

Digitale Kommunikation ist ein wichtiger Baustein für die Patientensicherheit und Prozessunterstützung in der Krankenversorgung
Digitale Kommunikation ist ein wichtiger Baustein für die Patientensicherheit und Prozessunterstützung in der Krankenversorgung
(© M.Dörr & M.Frommherz – stock.adobe.com)

Laut Gematik erhalten jetzt auch die Pharmazieingenieure und Apothekerassistenten den elektronischen Heilberufeausweis (HBA). Diese benötigen den HBA zwingend, um auch Änderungen an Rezepten vornehmen zu können, die qualifiziert elektronisch signiert werden müssen. Ein wichtiger Part ihres Berufsalltages, vertreten Pharmazieingenieure und Apothekerassistenten doch in den Apotheken bei der Durchführung der täglichen Aufgaben regelmäßig den Apothekenleiter.

Bislang wurde der HBA an Pharmazieingenieure und Apothekerassistenten jedoch noch nicht ausgegeben, da das elektronische Gesundheitsberuferegister, welches regulär dafür zuständig ist, diese Aufgabe erst zu einem späteren Zeitpunkt übernehmen kann.

„Dadurch soll aber die vollumfängliche notwendige Ausstattung der Berufsgruppen im Apothekenbereich für den alltäglichen Umgang mit dem eRezept nicht verzögert werden“, erklärt Dr. Florian Hartge, Chief Production Officer der Gematik. „Wir kommen daher gerne dem einhelligen Wunsch der Gesellschafter nach, diese Kartenherausgabe temporär zu übernehmen und damit sicherzustellen, dass alle, die mit dem eRezept arbeiten können sollen, dafür auch rechtzeitig ausgestattet sind.“

Auch mit der Kommunikation im Medizinwesen, kurz KIM, geht es offenbar bergauf.In den vergangenen Monaten wurden über KIM rund 800.000 eArztbriefe, 7.700.000 eAUs und 2.300.000 eNachrichten versendet.

Dazu erklärte Thomas Jenzen, Produktmanager bei der Gematik GmbH: „Wir freuen uns über insgesamt 10 Millionen Nachrichten, die Ärztinnen und Ärzte miteinander beziehungsweise mit den Gesetzlichen Krankenversicherungen über unseren KIM-Dienst ausgetauscht haben. Vor allem auch deshalb, weil sich die nachhaltige Wirkung für die Behandlungen der Patientinnen und Patienten, erst dann entfaltet, wenn KIM von möglichst vielen Ärztinnen und Ärzten genutzt wird.“

Relevante Patienteninformationen, wie Arztbriefe, aber auch schnelle Verständnisklärung oder Nachfragen, lassen sich über den KIM-Nachrichtendienst datenschutzkonform, sicher und quasi in Echtzeit abfragen und können so teure Doppeluntersuchung verhindern, Informationslücken schließen und Sicherheit geben. Auch eAUs werden über den Dienst zwischen Ärzteschaft und Gesetzlichen Krankenversicherungen so geteilt, ab dem 1. Juli sogar als Pflichtanwendung.

Mehr Informationen zu KIM.

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