#Papiermangel Scheitert die Impfpflicht am Papier?

Von Eva Hornauer

Der Bundestag diskutiert das Für und Wider einer Impfpflicht. Während es auf politischer Seite bald grünes Licht für eine Impfpflicht gegen das Sars-Cov-2-Virus geben könnte, sehen das Kassen und der GKV-Spitzenverband kritisch. Auf Twitter trendet deshalb #Papiermangel.

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Digitale Lösungen – für zumindest einen Teil der Versicherten – scheinen bei Informationsweitergabe zur hypothetischen Impfpflicht nicht im Raum zu stehen
Digitale Lösungen – für zumindest einen Teil der Versicherten – scheinen bei Informationsweitergabe zur hypothetischen Impfpflicht nicht im Raum zu stehen
(© Sweeann – stock.adobe.com)

Während die Parlamentarier des Deutschen Bundestages schon mehrfach über die Einführung einer Impfpflicht gegen das Corona-Virus gestritten haben, melden sich nun auch die Krankenkassen zu Wort. Laut einer Stellungnahme des GKV-Spitzenverbands, sei die geplante Impfpflicht wegen Papiermangels nicht umsetzbar. Für die Schreiben an die Versicherten fehle es dafür an Material. Im Land der Bürokratie und der Faxgeräte gibt es also nicht genügend Papier, um die Versicherten von der Einführung der Impfpflicht zu informieren.

Diese Begründung trifft auf Twitter einen Nerv: Unter #Papiermangel wird diese Argumentation aufs Korn genommen. Verständnis für diese Begründung sucht man auf Twitter vergebens. Digitale Lösungen – für zumindest einen Teil der Versicherten – scheinen bei der Informationsweitergabe zur hypothetischen Impfpflicht nicht im Raum zu stehen.

Auf Nachfrage stellt der GKV klar, dass die gesetzlichen Krankenkassen nicht grundsätzlich gegen die Einführung der Impfpflicht seien. „Die Impfung ist die stärkste Waffe im Kampf gegen das Corona-Virus. Selbstverständlich setzen alle gesetzlichen Krankenkassen und der GKV-Spitzenverband alles daran, die Impfquote zu erhöhen. Wir haben uns in unserer Stellungnahme an keiner Stelle gegen die Einführung einer Impfpflicht ausgesprochen. Wir haben lediglich auf zu erwartende praktische Schwierigkeiten bei der geplanten Umsetzung durch die Krankenkassen hingewiesen“, erklärt Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes.

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