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Single-Sign-On-Lösungen sparen Zeit und Geld

Return on Investment für Zufriedenheit und Gesundheit im Krankenhaus

| Autor/ Redakteur: Uwe Dieterich / Manfred Klein

Die Arbeit in der Medizinbranche, insbesondere in der Krankenpflege, ist bekannt für das hohe Stressniveau. Einfache Lösungen zur Digitalisierung von Krankenhäusern können dabei für Angestellte eine große Unterstützung sein. Aber auch auf Betreiber und Eigentümer wartet ein Return on Investment, der mit Geld kaum aufzuwiegen ist.

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Intelligente IT-Systeme geben dem medizinischen Personal mehr Zeit für die Arbeit mit den Patienten
Intelligente IT-Systeme geben dem medizinischen Personal mehr Zeit für die Arbeit mit den Patienten
(© IMPR)

Stressige Situationen im Beruf kennen wohl alle Angestellten, ganz gleich, in welcher Branche sie arbeiten. Eine Vielzahl an Terminen und anspruchsvolle Kunden können selbst bei den engagiertesten Mitarbeitern zu Stresssituationen führen. Betrachtet man Rankings der stressigsten Berufe, ist allerdings eine Berufsgruppe immer an einer der Spitzenpositionen: Ärzte, Assistenzärzte, Kranken- und Altenpflegepersonal. Patienten stellen wohl eine der anspruchsvollsten Gruppen von „Kunden“ dar, die höchste Professionalität in der Behandlung und Empathie im alltäglichen Umgang erfordern. Eine tägliche Routine in Form von festen Terminen ist nur selten gegeben und selbst wenn dem so ist, ist kein Tag wie der andere. Und sind in vielen Berufen Deadlines metaphorisch gemeint, sind sie in der Medizinbranche oft wortwörtlich zu nehmen.

Hinzu kommt, dass die Anforderungen an das Personal in den letzten Jahren stetig gewachsen sind. Durch Dokumentationsanforderungen aus Versicherungs- oder Forschungsgründen, nimmt auch der Druck auf Angestellte im Rahmen ausführlicherer Protokollierungen der Arbeitsleistungen und verwaltungstechnischer Arbeit stetig zu. Die Folge davon sind immer mehr Überstunden und insgesamt weniger Zeit für die eigentlich wichtige Arbeit, nämlich die Pflege und Behandlung von Patienten.

Stress und Druck haben hohe Kosten

Durch diese hohen Zusatzbelastungen wird die Arbeit in der Medizin nicht nur immer unattraktiver, auch die Kosten für Krankenhäuser und Angestellte nehmen ständig zu. Dabei ist das eigentliche Problem nicht, dass es Verwaltungsaufgaben in der Medizin gibt, sondern wie sie gestaltet sind und welche Hürden sich für das Personal ergeben. So ist der Alltag in der Medizinbranche für die Krankenpflege bereits ohne die zusätzlichen Aufgaben oft körperliche Schwerstarbeit. Hinzu kommen noch Pflegedokumentation, das Vorbereiten von Medikamenten sowie Übergabegespräche und Verwaltungsaufgaben wie die Organisation von Bestellungen von Pflegemitteln. Die gewachsenen Möglichkeiten der Medizin spiegeln sich hierbei auch in höheren Anforderungen wider. So sind viele neue Verfahren durch zusätzliches, an die IT-Infrastruktur angeschlossenes Equipment und neue Software weitere Stolpersteine für Mediziner. Bei Ärzten, insbesondere Assistenzärzten, kommen hier noch Ausbildung und Zusatzschichten dazu.

Dadurch, dass medizinisches Personal einen so hohen Arbeitsumfang hat, sind die Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit um ein Vielfaches gravierender als bei Angestellten in anderen Branchen. So führt die hohe Arbeitsbelastung bei vielen Angestellten zu einer Vielzahl an Überstunden und einer allgemein sehr langen Arbeitszeit. Die Folgen dieser Belastung reichen von Erschöpfung bis hin zu Krankheitsfällen und Burn-Out-Erscheinungen.

In der täglichen Arbeit dürfen dabei dennoch keinerlei Fehler passieren, da diese im schlimmsten Fall zu Behandlungsfehlern und anderen Schäden führen können. Aber auch für Krankenhäuser bedeuten das konstante Stresslevel und die Auslastung von medizinischem Personal hohe Kosten. So entstehen durch Krankenstand unter dem Personal und etwaige Unachtsamkeiten eigentlich vermeidbare Ausgaben.

Investition in moderne Systeme führt zu Kostensenkungen

Unabhängig von der Größe eines Krankenhauses lassen sich diese Kosten allerdings minimieren, indem nachhaltig in moderne Systeme für die IT-Infrastruktur investiert wird. Entscheidend ist dabei, dass Verantwortliche erkennen müssen, wo vermeintlich unsichtbare Kostenfaktoren liegen, die die Arbeit von medizinischen Angestellten unnötig verkomplizieren. Betrachtet man den Arbeitsalltag eines Krankenpflegers, so ist neben der Arbeit am Patienten der wohl höchste Zeitfaktor die Datenverarbeitung. Hierunter fallen Pflegedokumentationen, das Führen von Patientenakten, die Erstellung von Medikationsplänen und diverse andere Verwaltungsaufgaben. Jedes dieser Systeme erfordert, um datenschutzrechtlich bedenkenlos genutzt werden zu können, ein eigenes Nutzerkonto mit einem individuellen Passwort.

Da auf den meisten Stationen allerdings nur in den seltensten Fällen jeder Mitarbeiter eine eigene Arbeitsstation hat und die Computer in der Regel von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, ist eine Abmeldung nach jedem Arbeitsvorgang unerlässlich. Hinzu kommt noch, dass durch die Digitalisierung eine höhere Flexibilität der Angestellten verlangt wird, auch mobil auf Daten zugreifen zu können und krankenhausweit wichtige Informationen zugänglich sein müssen. Pro Person können hier innerhalb nur einer Schicht zahllose Login- und Logout-Vorgänge notwendig sein. Auch wenn diese auf den ersten Blick zeitlich nicht stärker ins Gewicht fallen, summieren sie sich am Ende des Tages auf einen nicht unerheblichen Teil der Arbeit eines medizinischen Angestellten.

Intelligente Lösungen schonen (Zeit-)Konten

Da es sich bei dem beschriebenen Problem durchaus um eine bekannte Möglichkeit handelt, Arbeitszeit effizienter zu gestalten, gibt es auch einige Lösungsansätze, die sich mit dem Zeitaufwand zum Login beschäftigen. So schaffen es beispielsweise Single-Sign-On-Lösungen wie Imprivata OneSign, dass das Pflegepersonal eine Ersparnis von bis zu 45 Minuten Arbeitszeit pro Schicht erreichen kann. Dabei funktioniert das System einfach durch das kontaktlose Auslesen des Mitarbeiterausweises durch ein Lesegerät. Alternativ können auch biometrische Erkennungsmerkmale zum Login genutzt werden, um gänzlich auf ein physisches Authentifizierungsmittel zu verzichten. Nach dem Auflegen erfolgt automatisch der Login an der jeweiligen Arbeitsstation. Dabei wird je nach Einstellung direkt die gewünschte Anwendung angezeigt, in der man auch bereits eingeloggt ist und ohne Verzögerung mit der Arbeit beginnen kann. Da das System krankenhausweit eingesetzt werden kann, ist es unerheblich, an welchem Gerät sich Mitarbeiter einloggen, sie gelangen von überall aus auf die gewünschten Daten. Nach einer vordefinierten Zeit erfolgt dann automatisch ein Logout.

Durch Lösungen wie diese sind sämtliche Datenschutzanforderungen erfüllt und zugleich entfällt für Mitarbeiter die Notwendigkeit, sich verschiedene Passwörter und Zugangsdaten merken zu müssen. Gleichzeitig lässt sich ein flexiblerer Arbeitsalltag erreichen, da die Angestellten von jeder Arbeitsstation im Krankenhaus aus Zugriff auf elektronische Patientenakten und andere klinische Systeme erhalten.

Return on Investment nicht nur für Krankenhausverwaltung

Solche Systeme bedeuten naturgemäß Ausgaben für Krankenhäuser, da in Technologie und Equipment investiert werden muss. Betrachtet man diese Investitionen allerdings vonseiten einer Return on Investment-Perspektive, wird klar, dass sich die getätigten Ausgaben sehr schnell amortisieren. Allein die Zeiteinsparungen von Angestellten führen zu weniger Überstunden und dadurch zu geringeren Ausgaben. Andererseits wird die eingesparte Zeit auch zur eigentlichen Arbeit genutzt und so ein tatsächlicher Mehrwert für das Krankenhaus geschaffen. Die besseren Arbeitsbedingungen ermöglichen eine bessere Konzentration auf die Pflege der Patienten und eine höhere Zufriedenheit bei den Mitarbeitern.

Zusätzlich ergeben sich für Krankenhäuser durch intelligente Systeme wie Single Sing-On-Lösungen auch noch weitere Vorteile. Durch die zufriedeneren Mitarbeiter werden Folgeerscheinungen wie stressbedingte Krankheitsfälle und dadurch auch dem Ausfall von Personal vorgebeugt. Zudem werden Behandlungsfehler, die durch die vormals nicht ausreichende Zeit entstanden wären, unwahrscheinlicher und der Ruf und das Ansehen der Einrichtung lässt sich steigern. Auch wenn der Return on Investment hier nicht zwingend monetärer Art ist, lassen sich die Vorteile – sowohl vonseiten der Mitarbeiter als auch des Krankenhauses – kaum mit Geld aufwiegen.

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