Fördergelder aus dem Krankenhauszukunftsfonds Potsdamer Oberlinklinik erhält ersten Förderbescheid in Brandenburg

Von Nicola Hauptmann

Die Vergabe der Förderbescheide aus dem Krankenhauszukunftsfonds hat begonnen: In Brandenburg konnte die Potsdamer Oberlinklinik den ersten Bescheid entgegennehmen.

Oberlinklinik in Potsdam-Babelsberg: Die orthopädische Fachklinik will die Fördergelder aus dem KHZF zur Digitalisierung ihrer Ablauforganisation und Kommunikation nutzen
Oberlinklinik in Potsdam-Babelsberg: Die orthopädische Fachklinik will die Fördergelder aus dem KHZF zur Digitalisierung ihrer Ablauforganisation und Kommunikation nutzen
(© Oberlinklinik)

Die Entscheidungen über die Förderanträge aus dem Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) sind gefallen – nun werden die Bescheide übergeben. Den ersten Förderbescheid für Brandenburg überreichte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher am 29. Juli 2022 an die Oberlinklinik in Potsdam-Babelsberg.

„Mit dem Krankenhauszukunftsfonds investieren wir ganz konkret in die digitale Zukunft unserer Kliniken. Das Land Brandenburg stellt seinen Co-Finanzierungsanteil vollumfänglich zur Verfügung und garantiert damit die Umsetzung dieses wichtigen Bundesprogramms. Ich bin sicher, diese Investitionen werden unsere Krankenhäuser weiter fit für die Zukunft machen und die Versorgung der Patientinnen und Patienten verbessern“, so die Ministerin.

Dr. med. Hansjörg Lohbrunner, Medizinischer Geschäftsführer & Chefarzt Anästhesie der Oberlinklinik, sagte: „Das Potential zur Verbesserung der Patientenbehandlung durch Digitalisierung im Gesundheitswesen ist schon lange erkannt worden. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat auch uns schmerzhaft deutlich gemacht, dass wieder mehr in die Modernisierung der Krankenhäuser investiert werden muss, um weiterhin eine moderne Gesundheitsversorgung gestalten zu können.“

Im Rahmen des KHZF werden insgesamt bis zu 4,3 Milliarden Euro für Modernisierung und Digitalisierung der Krankenhäuser bereitgestellt, davon 3 Milliarden Euro durch den Bund und bis zu 1,3 Milliarden Euro durch die Länder und/oder Krankenhausträger.

An der Oberlinklinik sollen die Fördergelder in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro für die Digitalisierung der Ablauforganisation und Kommunikation eingesetzt werden. Die Maßnahmen umfassen:

  • ein digitales Patientenportal für das Aufnahme-, Behandlungs- und Entlassmanagement,
  • die digitale Pflege- und Behandlungs-Dokumentation inklusive sprachbasierter Dokumentation,
  • ein digitales Medikationsmanagement und
  • Maßnahmen zur Verbesserung der IT- und Cyber-Sicherheit.

Der Auftrag für das Medikationsmanagement sei bereits ausgelöst und soll bis Anfang 2023 umgesetzt sein. Die weiteren drei Fördertatbestände würden derzeit vorbereitet und sollen noch in diesem Jahr ausgelöst werden, heißt es von Seiten der Klinik.

Laut dem Gesundheitsministerium haben alle 54 Brandenburger Kliniken Anträge auf Förderung aus dem Krankenhauszukunftsfonds gestellt und können somit von dem Programm profitieren. Insgesamt stünden in Brandenburg rund 127 Millionen Euro zur Verfügung, wobei 70 Prozent der Fördermittel durch den Bund übernommen werden, 30 Prozent stellt das Land Brandenburg.

Weitere Bescheide sollen ab September übergeben werden.

Aktueller Stand der KHZF-Förderanträge

Die Übersicht des zuständigen Bundesamts für Soziale Sicherung (BAS) weist für das Land Brandenburg 227 KHZF-Förderanträge aus, darunter 12 länderübergreifende (gemeinsam mit Berlin).

Zur Übersicht des BAS

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