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Telemedizin Patienten suchen Hilfe bei Dr. Google

| Autor: Ira Zahorsky

Gesundheitsthemen werden bei Google häufig gesucht, sie es zur Selbstdiagnose oder um ärztliche Informationen besser zu verstehen oder zu vertiefen. Durch Covid-19 wurde auch die Einführung digitaler Angebote durch Ärzte beschleunigt.

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Der Austausch unter Kollegen über telemedizinische Technologie spart Zeit und Geld.
Der Austausch unter Kollegen über telemedizinische Technologie spart Zeit und Geld.
(Bild: © Blue Planet Studio - stock.adobe.com)

Die Corona-Pandemie hat nicht nur Google-Suchen nach gesundheitlichen Themen verstärkt, auch den Bereich der Telemedizin hat sie beeinflusst. Um Infektionen im Wartezimmer zu vermeiden, war der Erhalt einer Krankschreibung ohne persönliche Arztbesuch zeitweise möglich – und dadurch deutlich vereinfacht worden.

Auch ein digitaler Arztbesuch ermöglicht eine ortsunabhängige Beratung über Videotelefonie, Chat und Apps. Die Flexibilität und Ortsunabhängigkeit spart den Patienten Fahrtzeit und Wartezeit auf Termine sowie im Wartezimmer und allen Beteiligten Kosten. Schätzungen der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zufolge nutzten Ende April 2020 rund 25.000 Arztpraxen die Videosprechstunde und damit etwa ein Viertel aller Praxen. Noch bis Ende Februar dieses Jahres boten lediglich 1.700 Praxen Videosprechstunden an. Bislang durften Ärzte und Psychotherapeuten allerdings auch höchstens zwanzig Prozent ihrer Behandlungen als Videosprechstunde abrechnen – diese Deckelung fällt seit April 2020 zeitweise weg.

In Zeiten von Covid-19, Fachkräftemangel und regionalen Unterschieden in der Ärzteversorgung kann die Telemedizin eine große Hilfe sein. Sie schützt das medizinische Personal sowie die Patienten, Fachkräfte können zeitsparend eingesetzt werden und die Unterversorgung auf dem Land kann dadurch abgemildert werden. Telemedizinische Fachanwendungen ermöglichen auch einen schnelleren Datenaustausch zwischen Ärzten, wodurch unter anderem überflüssige Behandlungen wegfallen können.

Ausgaben für Telemedizin

Der deutsche Markt für Telemedizin soll einer Schätzung des Roland-Berger-Instituts zufolge bis 2025 auf 38 Milliarden Euro ansteigen. Für die Europäische Union prognostiziert die gleiche Studie ein Marktwachstum auf 155 Milliarden Euro. Für den globalen Markt wird einer Studie von Fortune Business nach mit einer jährlichen Wachtstumsrate von 23,5 Prozent gerechnet. Bis 2026 soll er ein Volumen von 170 Milliarden Euro erreichen.

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Über den Autor

 Ira Zahorsky

Ira Zahorsky

Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS