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Medikamente online bestellen

Nutzung von Online-Apotheken nimmt zu

| Redakteur: Julia Mutzbauer

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom bestellt fast jeder zweite Deutsche (46 Prozent) seine Medikamente bei einer Online-Apotheke. Die Zahl der Nutzer sei innerhalb von zwei Jahren enorm angestiegen.

Online-Apotheken werden immer beliebter
Online-Apotheken werden immer beliebter
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Die Umfrage unter 1.005 Bundesbürgern ab 16 Jahren ergab außerdem, dass 70 Prozent der Befragten, die Online-Apotheken nutzen, dort regelmäßig oder manchmal bestellen. Im Jahr 2017 seien es noch 61 Prozent gewesen, die ihre Medikamente im Internet bestellt haben. Dabei sank innerhalb von zwei Jahren die Anzahl derer, die nur selten oder bisher lediglich einmal bei einer Versand-Apotheke im Internet gekauft haben, von 39 Prozent auf 28 Prozent.

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Hohe Zufriedenheit der Nutzer

Bei der Umfrage gaben 91 Prozent der Nutzer an, sie seien mit der Qualität der Medikamente sehr zufrieden oder eher zufrieden. Auch wurde von 90 Prozent der Befragten die große Auswahl betont, von 88 Prozent die Liefergeschwindigkeit sowie von 87 Prozent das Preis-Leistungs-Verhältnis. Außerdem seien auch viele der Meinung, dass ein Mangel an Informationen nicht festzustellen sei. Hier gaben 45 Prozent an, mit der Beratung von Online-Apotheken sehr zufrieden oder zufrieden zu sein.

„Kann Zeit und Geld sparen“

„Online-Apotheken sind eine hervorragende Ergänzung zu Vor-Ort- Apotheken und verbessern die Versorgung im Sinne der Patienten. Medikamente im Internet zu bestellen kann Zeit und Geld sparen und ist insbesondere in ländlichen Regionen eine gute Alternative. Auch ältere und mobil eingeschränkte Patienten profitieren von diesem Angebot“, äußert sich Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Er merkt an: „Das geplante Apothekenstärkungsgesetz verpasst aber die Chance, der wachsenden Bedeutung des Online- Versands von Arzneien Rechnung zu tragen.“ Der Bitkom-Hauptgeschäftsführer weist daraufhin, dass die deutsche Preisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente gegen das EU-Recht verstoße, wie der EuGH im Jahr 2016 geurteilt habe. „Diese Preisbindung nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern auch auf Anbieter aus dem EU-Ausland auszuweiten, zementiert den Status quo des Analogzeitalters“, so Rohleder.

Laut Aussage des Bitkom-Geschäftsführers seien die Preise für Medikamente nirgends so hoch wie in Deutschland und die Ausgaben des deutschen Gesundheitssystems würden weiter ansteigen. Seiner Meinung nach brauche man deshalb nicht weniger, sondern mehr Wettbewerb auf dem Apothekenmarkt. „Das macht nicht nur ökonomisch Sinn, sondern dient auch dem Wohle der Patienten. Sie sollten die Möglichkeit erhalten, frei zu entscheiden, wo und wie sie ihre Medikamente zu welchen Preis beziehen.“

Rohleder vermutet, dass es durch die Einführung des E-Rezeptes im nächsten Jahr einen deutlichen Zuwachs an Arzneimittel, die über das Internet bestellt werden, geben wird und somit das Geschäft weiter verlagert würde. „Wer an diesem Markt teilhaben will, braucht unternehmerische Freiheiten. Durch Verbote und Einschränkungen wird genau das Gegenteil erreicht.“

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