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Bitkom-Umfrage

Nur jeder 4. Patient vereinbart Arzttermine online

| Redakteur: Ira Zahorsky

Einfache und zeitgemäße Kommunikation über das Internet ist bei Patienten noch nicht gefragt. Zwar besteht einer Bitkom-Umfrage zufolge Interesse und Aufgeschlossenheit gegenüber digitalen Services, genutzt werden sie jedoch bislang wenig.

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Noch ziehen Patienten die klassischen Kontaktaufnahme mit der Arztpraxis zur Terminvereinbarung vor.
Noch ziehen Patienten die klassischen Kontaktaufnahme mit der Arztpraxis zur Terminvereinbarung vor.
( Bild: © wittayayut - stock.adobe.com )

Einer Bitkom-Umfrage unter rund 1.000 Bundesbürgern ab 16 Jahren ergab, dass sich 38 Prozent vorstellen könnten, ihre Arzttermine online zu vereinbaren. 26 Prozent tun dies bereits.Gegenüber einer Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2017 sind dies 8 Prozent mehr. 41 Prozent würden per WhatsApp oder Chat mit dem Arzt oder dessen Praxisteam kommunizieren und immerhin jeder Zehnte hat ein solches Angebot in der Realität schon einmal genutzt.

Auch an anderen digitalen Angeboten besteht grundsätzlich Interesse. 39 Prozent würden sich per SMS oder eMail an fällige Vorsorgeuntersuchungen erinnern lassen, 27 Prozent der Befragten haben von einem solchen Service schon einmal profitiert. Dies ist fast eine Verdoppelung gegenüber 2017. Per eMail mit Ärzten oder Krankenhäusern würden 36 Prozent in Kontakt treten, und 16 Prozent haben dies in der Vergangenheit schon einmal getan.

„Gerade kranken oder körperlich beeinträchtigten Menschen sollte man den Kontakt mit dem Arzt so einfach wie möglich machen. Das beginnt bei der Online-Terminvereinbarung und hört bei der Kommunikation via Chats und Messenger nicht auf. Der Service im Gesundheitswesen kann durch solche Angebote schnell und wirksam verbessert werden. Die digitalen Angebote für Patienten sollten weiter ausgebaut werden“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Auch in anderen Bereichen besteht Offenheit gegenüber digitalen Technologien. So können sich 6 von 10 Befragten (58 Prozent) vorstellen, dass während einer Operation Spezialisten aus der Ferne per Video in den OP-Saal geschaltet werden, um dem ausführenden Arzt Hinweise und Hilfestellungen zu geben. Das sind 10 Prozent mehr als vor zwei Jahren. Fast jeder Zweite (49 Prozent) würde via Telemedizin Ärzte aus dem Ausland konsultieren, etwa um eine zweite Meinung einzuholen.

Auch an der Digitalisierung ihrer Patientendaten zeigen die Deutschen großes Interesse: 47 Prozent können sich die telemedizinische Überwachung ihres Gesundheitszustandes vorstellen. Der Arzt kann so etwa bei chronisch kranken Menschen Blutdruck oder Blutzuckerwerte aus der Ferne überprüfen. Jeder Vierte (26 Prozent) möchte außerdem seine Untersuchungsergebnisse wie MRT-Befunde in digitaler Form, etwa auf CD bekommen. Gegenüber der Umfrage von 2017 ist das ein Rückgang um 17 Prozent. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) hat aktuell von diesem Service schon einmal Gebrauch gemacht.

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