Vom TI-Dashboard bis zum eRezept Neuerungen bei der gematik

Von Natalie Ziebolz

Die Einführung des eRezepts wurde bisher von Kritik und Rückschlägen begleitet. Daher hat die gematik nun Qualitätsstandards für die fortlaufende Testphase definiert. Auch in Sachen Krankenhausinformationssystem gibt es Fortschritte.

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Mindestens 30.000 elektronische Rezepte sollen während der Testphase erfolgreich ausgestellt werden
Mindestens 30.000 elektronische Rezepte sollen während der Testphase erfolgreich ausgestellt werden
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Bei der gematik hat sich einiges getan. So veröffentlicht die Organisation auf ihrer Webseite seit kurzem relevante Schlüsselzahlen zu Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI). Dies soll wie bereits die Veröffentlichung des TI-Status-Updates für mehr Transparenz sorgen und dem Beschluss der vergangenen Gesellschafterversammlung Rechnung tragen, wonach alle Beteiligten regelmäßig aktuelle Daten liefern sollen.

Das sogenannte TI-Dashboard gibt Einblick in den Status der Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland, indem es absolute Zahlen zur Nutzung der einzelnen Anwendungen in der TI anzeigt. Darunter: eingelöste eRezepte, gesendete elektronische Arztbriefe sowie eAUs an Krankenkassen oder KIM-Nachrichten.

Nächster Schritt für das eRezept

Doch auch beim eRezept gibt es Neues zu berichten: Ende 2021 wurde die Testphase des elektronischen Rezepts verlängert. Nun haben Gesellschafter der gematik für die fortlaufende Testphase Qualitätskriterien definiert.

Demnach sollen in dieser einerseits mindestens 30.000 eRezepte erfolgreich abgerechnet werden. Andererseits wird die Zusammenarbeit von Krankenkassen und Apotheken verstärkt, um zu vermeiden, dass aufgrund von Abrechnungsfehlern Zuschläge beziehungsweise Erstattungen von Arzneimitteln, die durch die Apotheker ausgegeben wurden, verweigert werden. Alle Beteiligten melden zudem regelmäßig Daten zur Lage, dem Ausstattungsgrad und der Einsatzbereitschaft.

Die gematik begleitet die Testphase weiterhin, wobei ein Schwerpunkt auf der Evaluierung der Nutzererlebnisse liegt.

Erstes Krankenhausinformationssystem für ISiK bestätigt

Darüber hinaus gibt es in puncto Interoperabilität in Kliniken Fortschritte. Mit dem Primärsystem „SAP Patient Management“ (IS-H) hat SAP SE die erste Stufe des ISiK-Bestätigungsverfahrens erfolgreich durchlaufen. Bis zum Sommer 2023 muss nun die Umsetzung des Basisprofils erfolgen. Das heißt, bis dahin müssen die für diesen Zweck entwickelten FHIR-Ressourcen (Fast Healthcare Interoperability Resources) implementiert werden.

Dieser Standard unterstützt den Datenaustausch zwischen Softwaresystemen im Gesundheitswesen und deckt dabei zahlreiche Use Cases ab – etwa die Suche nach Patienten anhand demografischer Kriterien, die Abfrage aller Diagnosen eines Patienten oder die Integration von webbasierten Applikationen von Drittherstellern in die Primärsysteme.

„In Krankenhäusern müssen Behandlungsdaten schnell und sicher ausgetauscht werden. ISiK verbindet alle IT-Systeme, die vor Ort zum Einsatz kommen, damit wichtige Informationen ohne Umwege dort landen, wo sie benötigt werden“, so Lars Gottwald, Leiter Business Teams bei der gematik, über die Bedeutung der einheitlichen Standards für Informationstechnik in Kliniken.

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