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Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) entwickelt COVID-19-Leitsystem Neue Web-App soll Bürgern und Ärzten helfen

| Autor: Julia Mutzbauer

Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) hat ein neues COVID-19-Leitsystem entwickelt, das den Patientenstrom mit Corona-Anfangsverdacht besser steuern soll. Die neue Lösung wurde dabei in den bestehenden Online-Service „Meldung eines Corona Verdachtsfalls“ der ekom21 integriert.

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Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) hat ein neues Web-Portal entwickelt, in dem Bürger mit COVID-19-Symptomen, mithilfe eines Fragekatalogs einen persönlichen Gesundheits-Check durchführen können
Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) hat ein neues Web-Portal entwickelt, in dem Bürger mit COVID-19-Symptomen, mithilfe eines Fragekatalogs einen persönlichen Gesundheits-Check durchführen können
(© Markus Mainka - stock.adobe.com)

Durch die Verbindung von COVID-Online mit dem Online-Service „Meldung eines Corona Verdachtsfalls“ der ekom21 soll eine aktuelle Grundlage geschaffen. Außerdem sollen die Gesundheitsämter von unbegründeten Anfragen entlastet werden.

Über das neue Web-Portal können Bürger mit Symptomen, die auf eine Coronavirus-Infektion hindeuten, anhand eines Fragekatalogs einen persönlichen Gesundheits-Check durchführen. Dort werden vor allem Fragen zum aktuellen Gesundheitszustand und zu bestimmten körperlichen Anzeichen wie Fieber, Husten oder Atemnot gestellt. Zudem werden die Anwender aber auch nach Alter, Geschlecht und Gewicht, Risikofaktoren wie Übergewicht und Rauchen Begleiterkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes und Durchblutungsstörungen befragt.

Im Anschluss nach Absenden des Fragebogens erhält der Patient eine Fallnummer samt Einschätzung seines persönlichen Risikos für eine Coronavirus-Erkrankung beziehungsweise zu seinem Risiko, Komplikationen zu erleiden. Außerdem liefert der Online-Dienst Hinweise zum weiteren Vorgehen wie beispielsweise wohin sich die Bürger in ihrer Region wenden können. Ist die Situation mehrdeutig, haben die Nutzer die Möglichkeit, über ein Call-Center am Universitätsklinikum Marburg mit Fachärzten und angehenden Medizinern in Kontakt zu treten.

Die Fallnummer von COVID-Online soll später auch zur Ergänzung klinischer Befunde dienen, damit Ärzte stets ein vollständiges Bild haben. „Selbstverständlich ersetzt das System nicht eine fachliche, medizinische Einschätzung und keinen Arztbesuch, es kann aber den Nutzern einen ersten Hinweis und weitere Hilfestellungen geben“, heißt es aus dem UKGM. Das Entwicklerteam aus Medizinern und IT-Spezialisten unter Leitung von Prof. Dr. Hirsch und Prof. Dr. Bernhard Schieffer habe in die Programmierung der Fragen-Algorithmen die aktuellsten klinischen Erfahrungen zu COVID-19 aus China, Italien und Spanien sowie einem breiten Expertenkreis eingebracht.

Die Web-App könne nicht nur im Landkreis Marburg-Biedenkopf genutzt werden, sondern stehe perspektivisch auch bundesweit zur Verfügung. Derzeit biete dieses jedoch aus Kapazitätsgründen weder die regionsspezifischen Handlungshinweise noch die UKGM-Klinik-Hotline. Ein erster Probelauf habe bereits gezeigt wie hilfreich dieses System sein kann. Die Entwickler weisen jedoch darauf hin, dass es am Anfang zu einer hohen Auslastung und Wartezeiten kommen kann, weshalb die Bürgerinnen und Bürger um Geduld gebeten werden.

Für das Universitätsklinikum Marburg und den Landkreis Marburg-Biedenkopf stelle das System einen „technologischen Quantensprung“ dar, weil über eine digitale Steuerung regionale Krankenhäuser, Rettungsdienst, Arztpraxen, sozialen Einrichtungen wie Pflege- und Altenheimen digital vernetzt werden. So können Patientenströme gezielter und zeitsparender gesteuert werden.

Weitere Informationen: Hier gelangen Sie zum COVID-Online-Portal

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