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Infektionen zurückverfolgen Modder will Corona-Warn-App an Gesundheitsämter koppeln

Autor / Redakteur: dpa / Julia Mutzbauer

Niedersachsens SPD-Fraktionschefin Johanne Modder hat angesichts weiter steigender Infektionszahlen eine Koppelung der Corona-Warn-App an die Gesundheitsämter gefordert.

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Johanne Modder: „Wir müssen mit Datenschützern reden, ob die Variante möglich ist, dass der Befund automatisch versendet wird, es sei denn, der Betroffene widerspricht“
Johanne Modder: „Wir müssen mit Datenschützern reden, ob die Variante möglich ist, dass der Befund automatisch versendet wird, es sei denn, der Betroffene widerspricht“
(© vayno – stock.adobe.com)

Ein Problem sei, das bisher 75 bis 80 Prozent der Infektionen nicht zurückverfolgt werden könnten, sagte Modder am Mittwoch in Hannover. Die Frage sei, ob der Datenschutz über den Belangen der Pandemieverfolgung stehe. „Wir wären schneller, wenn wir die App an die Gesundheitsämter koppeln.“ Bisher müssen positiv getestete Nutzer ihren Befund für Warnungen durch die App selber weitermelden. „Wir müssen mit Datenschützern reden, ob die Variante möglich ist, dass der Befund automatisch versendet wird, es sei denn, der Betroffene widerspricht.“

Auch andere Politiker hatten bereits ein Aufrüsten der Corona-Warn-App mit zusätzlichen Funktionen gefordert. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sprach sich für ein automatisches Weiterleiten von Risikokontakten mit einer Widerspruchsoption aus. Auch das Teilen von Ort und Datum des Risikokontakts könnten hilfreich sein, müssten aber auf freiwilliger Basis erhoben werden.

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