App soll Auslöser des atopischen Ekzems identifizieren Mit „Nia“ Neurodermitis-Schübe vermeiden

Autor: Julia Mutzbauer

Trockene, gerötete Haut und Juckreiz: Diese Symptome begleiten Menschen, die an Neurodermitis erkrankt sind, oft ein Leben lang. Die Krankheit tritt meist in Schüben auf, die für die Patienten nicht immer nachvollziehbar sind. Deshalb soll eine an der Berliner Charité entwickelte App Betroffenen helfen, mögliche Auslöser zu identifizieren.

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Mithilfe der Nia-App können Neurodermitis-Patienten den Zustand ihrer Haut dokumentieren und mögliche Auslöser verfolgen
Mithilfe der Nia-App können Neurodermitis-Patienten den Zustand ihrer Haut dokumentieren und mögliche Auslöser verfolgen
(© CompuGroup Medical)

Schübe von Neurodermitis können unterschiedliche, individuelle Auslöser haben – etwa häufiges Händewaschen, bestimmte Stoffe in der Kleidung, in Kosmetik oder auch Stress. Die Co-Gründerin von Nia Health, Dr. Reem Alneebari ist selbst Dermatologin und Mutter einer an Neurodermitis erkrankten Tochter. Gemeinsam mit ihrem Team um die Mitgründer Tobias Seidl und Oliver Welter hat sie eine App entwickelt, um Betroffenen zu helfen. Mithilfe der Nia-App können Patienten den Zustand ihrer Haut dokumentieren und mögliche Auslöser verfolgen. Künftige Schübe sollen sich dadurch vermeiden lassen. Zudem erhalten die Nutzer Tipps, die von Experten validiert sind und die sie sofort umsetzen können.

Für Funktion und Inhalte der App arbeitet das Unternehmen mit Wissenschaftlern und Ärzten zusammen. Das Unternehmen ist eine Ausgründung der Berliner Charité. Seit Ende Januar 2021 ist die Anwendung auch Teil des Partnerprogramms der Compu Group Medical (CGM). Dadurch können Ärztinnen und Ärzte die Neurodermitis-App direkt aus ihrem Arztinformationssystem empfehlen, denn das eHealth-Unternehmen stellt allen Entwicklern von Gesundheits-Apps eine Plattform zur Verfügung, um deren Anwendungen nachhaltig in die Versorgungslandschaft zu integrieren.

„Wir sehen in der Partnerschaft ein großes Potenzial, mehr Betroffene über die starke CGM-Infrastruktur zu erreichen“, betont Tobias Seidl, Co-Gründer von Nia Health. Frank Schellmann, Area Vice President Consumer Apps & Clickdoc bei CGM, ergänzt: „Unser Ziel ist es, mit innovativen, praxisnahen und ganzheitlichen Lösungen die Patientenversorgung zu verbessern. Hier ist Nia eine perfekte Ergänzung.“ Neben der Integration in App Verordnungscenter und Clickdoc Health Center seien weitere Ausbaustufen der Kooperation geplant.

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Redaktion, eGovernment Computing