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Nürnberg Messe „Medtec Live findet wie geplant statt / „Know-how auf höchstem Niveau“

| Redakteur: Peter Reinhardt

Noch bevor die Ausbreitung des Coronavirus die Hoheit über die Schlagzeilen übernommen hat, hatte Devicemed Alexander Stein, Leiter Medtec Live bei der Nürnberg Messe, zur bevorstehenden Messe befragt, der „Know-how auf höchstem Niveau“ verspricht.

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Auf der Nürnberg Messe hat vergangene Woche bereits die „Embedded World“ unter dem Einfluss des Coronavirus stattgefunden. Vom 31. März bis 2. April soll wie geplant die Medtec Live stattfinden.
Auf der Nürnberg Messe hat vergangene Woche bereits die „Embedded World“ unter dem Einfluss des Coronavirus stattgefunden. Vom 31. März bis 2. April soll wie geplant die Medtec Live stattfinden.
(Bild: Richard Oed/ VCG)
  • Enger Kontakt mit den Gesundheitsbehörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene
  • „Wir haben ein Gesamtpaket, das auf dem Markt überzeugen wird“
  • Menschen entlang der gesamten Medizintechnik-Wertschöpfungskette zusammenbringen

Nachdem vergangene Woche infolge des Coronavirus viele Messen verschoben oder abgesagt wurden, vorab ein Hinweis zur aktuellen Lage: „Nach jetzigem Stand gehen wir davon aus, dass die Medtec Live wie geplant stattfindet“, erklärt die Nürnberg Messe auf Nachfrage von Devicemed. Der Veranstalter betont, dass er in engem Kontakt mit den Gesundheitsbehörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zur laufenden Einschätzung der Lage steht und bei Änderungen umgehend informiert.

Auf der Nürnberg Messe hat vergangene Woche bereits die „Embedded World“ unter dem Einfluss des Coronavirus stattgefunden. Auf der Nürnberg Messe hat vergangene Woche bereits die „Embedded World“ unter dem Einfluss des Coronavirus stattgefunden. Vom 31. März bis 2. April soll wie geplant die Medtec Live stattfinden.
Auf der Nürnberg Messe hat vergangene Woche bereits die „Embedded World“ unter dem Einfluss des Coronavirus stattgefunden. Auf der Nürnberg Messe hat vergangene Woche bereits die „Embedded World“ unter dem Einfluss des Coronavirus stattgefunden. Vom 31. März bis 2. April soll wie geplant die Medtec Live stattfinden.
(Bild: Richard Oed/ VCG)

Ab hier das zuvor geführte Interview

Was ist Ihr wichtigstes Anliegen für Messe und Kongress?

Wir schaffen die Plattform für den Austausch zwischen Forschern, Zulieferern und Herstellern der Medizintechnik. Und das mit internationalem Anspruch. Wir bringen Menschen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Herstellung von Medizintechnik zusammen und sorgen für einen Austausch auf Augenhöhe. Das zeichnet die Medtec Live und den Medtech Summit aus.

Alexander Stein, Leiter Medtec Live bei der Nürnberg Messe: „Digitalisierung, Robotik, Künstliche Intelligenz – die großen Technologie-Trends finden natürlich bei uns auf der Medtec Live statt.“
Alexander Stein, Leiter Medtec Live bei der Nürnberg Messe: „Digitalisierung, Robotik, Künstliche Intelligenz – die großen Technologie-Trends finden natürlich bei uns auf der Medtec Live statt.“
(Bild: TBN Public Relations GmbH)

Welches sind die Trendthemen der kommenden Veranstaltung?

Digitalisierung, Robotik, Künstliche Intelligenz – die großen Technologie-Trends finden natürlich bei uns statt. In den Fachforen sorgen unsere Partner wie BV-Med oder Bitkom für hochkarätigen, praxistauglichen Input. Und wir schlagen die Brücke zwischen Technologie und Regulierung – die Nachfrage nach Informationen rund um die Regulierung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz ist beispielsweise sehr hoch. Aber natürlich werden wir auch die aktuelle Entwicklung rund um die MDR in den Blick nehmen: Knapp zwei Monate vor dem Start der MDR ist ja immer noch vieles für die Hersteller unklar. Im Fachprogramm, im Kongress und auf der Messe zeigen wir Lösungswege auf – übrigens im Schulterschluss mit der Politik und den Verbänden.

Worauf konkret dürfen sich Besucher in diesem Zusammenhang freuen?

Auf eine Veranstaltung, die aus vielen einzelnen Teilen besteht, die zusammen weit mehr sind, als die Summe der Einzelteile: Wir haben mit dem Medtech Summit einen absolut renommierten Kongress im Programm. Da gibt es Know-how auf höchstem Niveau. Wir haben praxisorientierte Messe-Foren, auf denen unsere Aussteller und Partner aktuelle Themen und Fragestellungen ganz nah am betrieblichen Alltag diskutieren. Der Innovation Market Place wirft den Blick in die Zukunft der Medizintechnik und ist Forum für Start-ups und Forscher. Und mit dem Partnering Event bieten wir ein zusätzliches Format, das auf schnelles Kennenlernen ausgerichtet ist und den Startschuss für vertiefende Dialoge im Anschluss gibt. Das gibt es alles an einer attraktiven Location, die beste Bedingungen für wertvolle Dialoge und gute Geschäfte bietet. Mehr Cluster und Organisatoren denn je unterstützen heuer die Medtec Live und engagieren sich vor Ort.

Warum findet der etablierte Kongress Medtech Summit in diesem Jahr erstmals nicht mehr separat im Kongresszentrum statt, sondern in der Messehalle? Ist das nicht eine Abwertung?

Ganz im Gegenteil. Die disruptiven Kräfte in der Medizintechnik wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz entstehen doch gerade dort, wo über den Tellerrand hinausgeblickt wird. Das zu tun, war immer schon unser Anspruch. Nun gehen wir – ganz konsequent – noch einen Schritt weiter und öffnen den wissenschaftlich ausgerichteten Kongress für alle Messeteilnehmer. Davon versprechen wir uns mehr Austausch, mehr Querdenken und mehr Impulse. Und zwar für beide Seiten: Wissenschaft und Praxis. Der Medtech Summit wird so zu einem zentralen Baustein des Gesamtevents.

Die Medtec Live ist das Produkt eines Joint Ventures mit dem weltweit größten Messeveranstalter Informa, der unlängst mit UBM den Veranstalter der Medtec Europe als einer der beiden Vorgänger der Medtec Live übernommen hatte. Zwischenzeitlich gehört Fabienne Valambras, die lange Jahre das Gesicht der Medtec Europe war, nicht mehr zum Informa-Team. Welche Rolle spielt Ihr Joint-Venture-Partner noch für die Medtec Live und umgekehrt?

Wir haben von Anfang an die Medtec Live partnerschaftlich entwickelt und dabei sehr eng zusammengearbeitet. Von der Expertise und den Branchenkontakten zweier wirklich ganz großer Player auf dem weltweiten Messemarkt, nämlich Informa mit UBM und der Nürnberg Messe, profitiert die Medtec Live bis heute. Informa ist mit der großen internationalen Präsenz und den Medizin-Events weltweit ein wichtiger Partner. Das operative Geschäft, der Austausch mit den Ausstellern und der Branche, liegt weiterhin schwerpunktmäßig bei uns vor Ort in Nürnberg und damit dort, wo das Event jährlich im Frühjahr stattfindet.

Mit Jens Spahn konnten Sie einen namhaften Schirmherren gewinnen. Welche Rolle spielt der Bundesgesundheitsminister auf der Medtec Live 2020?

Den Gesundheitsminister als Schirmherren gewonnen zu haben, ist für uns natürlich eine Aufwertung der Medtec Live. Wir fühlen uns bestätigt, mit unserem Konzept auf den breiten Austausch zu setzen und eine Plattform für die absoluten Zukunftsthemen zu bieten. Das Digitale Versorgung Gesetz – ein echtes Anliegen des Ministers – wird eine große Rolle spielen bei Vorträgen und Start-ups. Und mit dem Health Innovation Hub des Bundesgesundheitsministeriums ist eine zentrale Technologieförderstelle auf der Messe vertreten. Das Bundesforschungsministerium ist mit dem Stand der Bundesregierung dabei. Die Schirmherrschaft und die umfassende Beteiligung der Bundesregierung vor Ort zeigen ganz deutlich, dass wir die Politik in den Dialog mit der Wirtschaft bringen. Eine wichtige Grundlage für mehr Innovation und Vernetzung in der Gesundheitswirtschaft.

Der Umsatz der Medizintechnikbranche steigt kontinuierlich. Die Branche lebt zudem wie kaum eine andere von Innovationen. Trotzdem muss auf der Medtec Live mit weniger Ausstellern gerechnet werden. Wie erklären Sie sich diesen Widerspruch?

Die Kraft von Innovationen spiegelt sich nicht nur in Zahlen wider. Aber es ist natürlich richtig, dass uns zwei Punkte nicht gefallen können: Zum einen zögern einige Unternehmen, weil sie abwarten wollen, wie sich die Messelandschaft in Süddeutschland entwickelt. Und zum anderen – und das ist aus meiner Sicht der gravierende Punkt: Einige Unternehmen der Medizintechnik stehen vor der ungelösten Aufgabe, die MDR zu bewältigen und haben schlicht ihre Marketingbudgets runtergefahren, denken eher darüber nach, wie sie ihre Produkte künftig überhaupt verkaufen können. Deshalb nimmt die MDR bei uns viel Raum ein. Beim Medtech Summit, beim Fachprogramm der Messe, mit Beratungsangeboten der Bundesregierung und der Verbände oder durch die Benannten Stellen, die bei uns ausstellen.

Welche Rolle spielt dabei die Konkurrenzmesse T4M in Stuttgart?

Das Angebot in Stuttgart hat sicherlich einige Unternehmen erst einmal zögern lassen. Die Medtec Live positioniert sich aber weiterhin als das zentrale – und qualitativ absolut hochwertige Frühjahrs-Event für die Medizintechnik-Branche Deutschlands und Europas. Damit lösen wir einen heiß ersehnten Wunsch der Branche ein. Zusammen mit unseren zahlreichen Partnern und dem renommierten Medtech Summit haben wir ein Gesamtpaket, das auf dem Markt überzeugen wird.

Was macht die Medtec Live 2020 dem zum Trotz zu einem Erfolg?

Gerade wegen unserer Alleinstellungsmerkmale wird die Medtec Live erfolgreich. Aber auch weil wir neue Wege gehen: 2020 etwa setzen wir erstmals eine Verbindung in die Pharma-Branche hinein, durch das Programm „Start-ups Meet Pharma“ des EIT Health Deutschland und unserem neuesten Partner APV, der u.a. das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Programm ProMatLeben vorstellt. Kurzum: Wie bieten eine einmalige Atmosphäre für Austausch und Networking. Die Verknüpfung von Messe, Event und Partnering bringt alle Akteure der Wertschöpfungskette miteinander ins Gespräch. Hier entstehen Ideen, werden gemeinsame Projekte angeschoben. Deshalb sollte sich die Medtec Live vom 31. März bis 2. April niemand entgehen lassen.

Die Fragen stellte Chefredakteur Peter Reinhardt.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal DeviceMed.

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