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Schleswig-Holstein

Medizinische Versorgung per Video

| Autor: Ann-Marie Struck

Die Notaufnahmen sind überfüllt. Um sie zu entlasten, fördert das Gesundheitsministerium jetzt passende Projekte. Eines davon ist die Videosprechstunden am Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster.

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Professionelle medizinische Beratung per Telefon
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Um überfüllten Notaufnahmen vorzubeugen, werden entsprechende Projekte vom Gesundheitsministerium gefördert. Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) in Neumünster hat nun einen Förderbescheid in Höhe von 500.000 Euro für sein Projekt „Transsektorale Videosprechstunde“ erhalten.

Das Vorhaben wird aus Mitteln des Versorgungssicherungsfonds des Landes finanziert und für zwei Jahre gefördert. Ziel des Projektes ist es, die Notaufnahme des FEK zu entlasten und dadurch die Versorgung von Notfallpatienten zu stärken.

Gesundheitsminister Heiner Garg betont bei der Verleihung: „Die Videosprechstunde ermöglicht es Menschen, sich schnell und von zu Hause aus einen ärztlichen Rat zu holen. Damit wird den Patientinnen und Patienten eine Alternative zur Vorstellung in der Notaufnahme geboten und eine mobile und digitale Lösung für die Versorgungsnotwendigkeiten im ländlichen Raum geschaffen.“

Die Videosprechstunde des FEK wird ab August an fünf Tagen pro Woche täglich vier Stunden angeboten. Zudem ist bereits geplant, das Angebot auszuweiten.

Patientinnen und Patienten können bei dem Projekt per Video mit einem Arzt oder einer Ärztin sprechen. Während des digitalen Arztgesprächs werden Symptome erfasst und eine Diagnose erstellt. Der Arzt entscheidet, ob und wie schnell eine ärztliche Behandlung erfolgt. Dringende Notfälle werden direkt im Krankenhaus versorgt, leichtere Fälle werden an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte vermittelt oder falls möglich abschließend telemedizinisch behandelt.

In den vergangenen Jahren sind die Patientenzahlen in den Notaufnahmen kontinuierlich gestiegen, wobei nur etwa ein Drittel der Patientinnen und Patienten als echte Notfälle einzustufen sind. Die Videosprechstunde kann hier eine Abhilfe schaffen.

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Über den Autor

Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

arbeitet als Redakteurin für IT Business und eGovernmentComputing

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