Kontaktnachverfolgung Mecklenburg-Vorpommern setzt vollständig auf die Corona-Warn-App

Von Natalie Ziebolz

Auch Mecklenburg-Vorpommern steigt bei der Luca-App aus. Die QR-Codes können dennoch weitergenutzt werden – dank neuer Funktionen der Corona-Warn-App.

Die Corona-Warn-App kann nun auch die Luca-QR-Codes einlesen
Die Corona-Warn-App kann nun auch die Luca-QR-Codes einlesen
(Bild: © prima91 – stock.adobe.com)

Im Juni 2016 wurde die Corona-Warn-App in Deutschland eingeführt. Seitdem habe der Bund die Applikation regelmäßig weiterentwickelt, „sodass sie heute – anders als noch vor einem Jahr – auch das Einchecken mittels QR-Code beim Einkaufen und bei Besuchen anderer Orte, an denen die Kontaktdaten hinterlassen werden sollen, unterstützen kann“, erklärt Digitalisierungsminister Christian Pegel. Seit kurzem könne die App zudem die bisher verwendeten Luca-QR-Codes lesen.

Das macht sich Mecklenburg-Vorpommern nun zunutze: Das Bundesland hat sich dazu entschieden, Mitte März bei der Luca-App auszusteigen. Um weiterhin eine digitale Alternative zur Kontaktdatenerfassung via Papierlisten zu haben, soll daher verstärkt die Corona-Warn-App zum Einsatz kommen.

Doch auch wenn der Luca-QR-Code weiterhin genutzt werden kann, appelliert Pegel an Behörden, Händler und Gastronomen, sich einen Account für die Corona-Warn-App anzulegen. Dadurch könne die Infektionskette schneller durchbrochen werden. „Der QR-Code der Corona-Warn-App ist sogar noch schöner für die Händler, denn dadurch werden keine Daten auf dem eigenen Rechner gespeichert. Die Kontaktinformationen sind nur auf den Smartphones der Nutzer hinterlegt", so der Minister.

Kaufvertrag für Luca-App ist rechtswidrig

Die Luca-App war bereits seit längerem umstritten – vor allem wegen Datenschutz-Problemen. Die Gesundheitsämter nutzten sie daher in den vergangenen Wochen und Monaten immer seltener zur Kontaktverfolgung. Das Oberlandesgericht Rostock erklärte im November zudem den Kaufvertrag der Landesregierung für die Luca-App für rechtswidrig, da das zuständige Gesundheitsministerium vor der Einführung keine alternativen Angebote eingeholt hatte.

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