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Standesvertretung fordert in der Corona-Krise finanzielle Planungssicherheit für Zahnärzte KZBV fordert finanziellen Schutzschirm von Spahn

| Autor: Manfred Klein

Bund und Länder haben beim Kranken­haus­entlastungs­gesetz bereits nachgebessert (Healthcare Computing berichtete). Doch nicht alle sind damit zufrieden. So auch die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV).

Der KZBV fordert finanzielle Hilfen für niedergelassene Zahnärzte
Der KZBV fordert finanzielle Hilfen für niedergelassene Zahnärzte
(© stock.adobe.com)

So hat die KZBV heute erneut ihrer Forderung Nachdruck verliehen, dass Angesichts des Kabinettsbeschlusses zum COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz, in dem die Zahnärzteschaft nicht berücksichtigt wurde, Zahnarztpraxen bei finanziellen Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung unbedingt zu berücksichtigen seien.

Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV erklärte dazu: „Die Zahnärzteschaft leistet auch und gerade in dieser bedrohlichen Krise hervorragendes und mobilisiert alle Kräfte und Reserven, um auch in Zeiten zunehmender Ausbreitung von SARS-CoV-2/COVID-19 die Menschen in unserem Land im erforderlichen Umfang zahnärztlich zu versorgen. Zunehmend vielen Praxen würde aber über kurz oder lang die Luft ausgehen, da ihre Einnahmebasis fast vollständig weggebrochen ist.“

Um unserem Sicherstellungsauftrag weiter nachkommen zu können, müssten die Praxen zumindest soweit abgesichert sein, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen könnten, so Eßer weiter.

Zahnärztinnen, Zahnärzte und das Praxispersonal seien stark verunsichert und besorgt, den Praxisbetrieb nicht mehr lange wirtschaftlich aufrechterhalten zu können. „Diese Sorgen sind absolut nachvollziehbar und berechtigt. Vielfach droht Kurzarbeit und zunehmend viele Praxen sind schon in wenigen Wochen von der Insolvenz bedroht und werden – ohne Unterstützung – dauerhaft aus der Versorgung verschwinden“, warnte Eßer.

Der Vorsitzender des KZBV-Vorstandes, Dr. Wolfgang Eßer, sieht in der Corona-Krise viele zahnärtzliche Praxen von der Insovenz bedroht und fordert deshalb finanzielle Hilfen vom Staat
Der Vorsitzender des KZBV-Vorstandes, Dr. Wolfgang Eßer, sieht in der Corona-Krise viele zahnärtzliche Praxen von der Insovenz bedroht und fordert deshalb finanzielle Hilfen vom Staat
(© axentis.de/Lopata)

Dadurch sei sowohl die flächendeckende Versorgung als auch die gute zahnärztliche Infrastruktur gefährdet, die das Gesundheitswesen jedoch beide in der Zeit nach der Krise dringend brauche. Der KZBV fordert daher auch für die niedergelassenen Zahnärzte schnelle und unbürokratische Hilfe.

„Unsere Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch. Ich appelliere noch einmal eindringlich an Bundesminister Spahn, die zahnärztliche Versorgung möglichst bald ebenfalls unter einen finanziellen Schutzschirm zu stellen. Um unsere Versorgung für die Patienten unter schwierigsten Bedingungen weiter leisten zu können, sind wir auf die Ausweitung des finanziellen Schutzschirms für Zahnarztpraxen zwingend angewiesen“, betonte Eßer.

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