Automatisierung Künstliche Intelligenz soll bei der Nachmarktbeobachtung von Medizinprodukten helfen

Autor: Ira Zahorsky

Regulierungsbehörden machen bei Medizinprodukten die klare Vorgabe, dass die Sicherheit ihrer Anwendung überwacht werden muss. Künstliche Intelligenz soll bei der so genannten Post-Market-Surveillance unterstützen, erhoffen sich die Hersteller.

Firma zum Thema

Um die Sicherheit der Anwendung von Medizinprodukten zu überwachen, soll die Nachmarktbeobachtung künftig mithilfe Künstlicher Intelligenz automatisiert werden.
Um die Sicherheit der Anwendung von Medizinprodukten zu überwachen, soll die Nachmarktbeobachtung künftig mithilfe Künstlicher Intelligenz automatisiert werden.
(© megaflopp - stock.adobe.com)

„Post-Market Surveillance“ ist der Vorgang, wenn ein Medizinprodukte-Hersteller öffentlich zugängliche Daten über die eigenen Produkte sammelt, analysiert und auswertet. Die Daten sind für die Risikobewertung eines Produkts relevant und werden für möglicherweise notwendige Produktverbesserungen genutzt.

Das hört sich einfacher an, als es ist. Um an die Daten zu kommen, müssen zahlreiche Datenbanken durchforstet, Publikationen gesichtet und Fachforen durchsucht werden. Die manuelle Suche ist nicht nur zeitaufwändig, sondern auch sehr fehleranfällig. Vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen haben dazu wenig personelle Kapazitäten.

Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz erhoffen sich die Hersteller einen reduzierten Aufwand durch eine automatisch ablaufende Suche, proaktive Benachrichtigungen bei neuen Meldungen zu den eigenen Produkten sowie durch die Ermittlung von herstellerübergreifenden Trends für bestimmte Produkte oder Produktgruppen. So könnten Ergebnisse schneller und mit geringeren Fehlerquoten geliefert werden.

Forschungsprojekt „SmartVigilance“

Im Forschungsprojekt „SmartVigilance“ wird erprobt, wie mit einem Technologie- und Methodenmix aus Natural Language Processing, Maschinellem Lernen, Deep Learning und Data Analytics öffentlich zugängliche Datenbanken automatisch durchsucht werden können. Detaillierte Auswertungen, Benachrichtigungen auf Basis von Suchprofilen und Trend-Ermittlungen sollen ebenfalls möglich sein. Partner im Projekt „SmartVigilance“ sind die DHC Business Solutions, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken sowie die Freiburger Averbis GmbH. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

(ID:47364024)

Über den Autor

 Ira Zahorsky

Ira Zahorsky

Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS