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Zusammenarbeit im Gesundheitswesen gestalten Kooperation hält das System gesund

Geschäftsführer in deutschen Kliniken sind mit vielfältigen Herausforderungen gleichzeitig konfrontiert: Fachpersonal ist knapp, die Häuser stehen unter hohem Kostendruck, notwendige Investitionen müssen immer wieder aufgeschoben werden. Gleichzeitig sollen die Versorgungsteams für immer ältere und zunehmend multimorbide Patienten hochwertige medizinische Versorgung bereitstellen. Wie löst man diese Herkulesaufgaben?

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(© Siemens Healthineers)

Die teamplay digital health platform von Siemens Healthineers setzt genau hier an. Die Plattform soll Gesundheitsversorgern eine flexible und skalierbare Basis für die effiziente Verarbeitung und Nutzung von Gesundheitsdaten bieten und dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung von morgen effizienter zu gestalten.

Zahlreiche Akteure möchten sich heute mit Krankenhäusern verbinden: So wünschen sich Krankenkassen beispielsweise eine Interaktion mit ihren Gesundheitsakten (z.B: TK safe). Gleichzeitig sind Krankenhäuser heute in regionale Vernetzungsstrukturen eingebunden, die z. B. verschiedene digitale Aktenlösungen einsetzen. Hinzu kommt, dass jedes Krankenhaus bis 2021 zur Einbindung in die Telematikinfrastruktur verpflichtet ist.

Doch damit nicht genug der Herausforderungen. Software-Angebote von Drittanbietern versprechen eine schnelle Implementierung von Apps und Services ohne hohen Mehraufwand. Oft stellen solche Einzellösungen jedoch keinen tatsächlichen Mehrwert dar, sondern sind ein Hemmnis für die durchgängige Digitalisierung. „Für ein Krankenhaus ist diese Vielzahl an einzelnen Anbindungen und Integrationen nicht leistbar“, erklärt Rüdiger Hochscheidt, Berater für Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Rüdiger Hochscheidt, Berater für Digitalisierung im Gesundheitswesen H-IT-Beratung
Rüdiger Hochscheidt, Berater für Digitalisierung im Gesundheitswesen H-IT-Beratung
(Bild: Siemens Healthineers)

Die teamplay digital health platform von Siemens Healthineers hingegen ist ein offenes Konzept, das Leistungserbringer mit einem geringen Integrationsaufwand miteinander vernetzt. Gleichzeitig bietet die Plattform Leistungserbringern u. a. die Möglichkeit, Angebote der Krankenversicherungen im deutschen Gesundheitswesen zu bedienen. Dabei punktet die teamplay digital health platform mit einem wichtigen Extra: „Plattformlösungen gibt es heute viele – sogar zigfach. Allerdings fokussieren diese immer die situationsbezogenen Anwendungsfälle. Ziel muss sein, eine Plattform mit einem breitgefächertem Funktions- und Mehrwertangebot zu haben. Aus dem die Krankenhäuser das jeweils Passende auswählen und schnell nutzen können“, sagt Hochscheidt.

Dass die Plattform außerdem mit den für Krankenhäuser interessanten Mehrwertdiensten ausgestattet werde, sei ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Innerhalb der teamplay digital health platform sind für die Pilotphase zunächst folgende digitale Mehrwertdienste geplant: eine Applikation zum Wundmanagement sowie Tools zur Terminierung und zum Monitoring. Des Weiteren ist ein Data Hub geplant – unter der Bezeichnung Virtual Care Management. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz kann frühzeitig ein Behandlungsbedarf festgestellt und an den richtigen Stellen veranlasst werden. Außerdem wird an einem System zur Unterstützung bei Therapieentscheidungen in der Typ-2-Diabetesbehandlung gearbeitet. Weitere Mehrwertdienste sollen folgen.

Datenhaltung dezentral – ein Konnektor für jedes Haus

„Die für das Gesundheitswesen relevante Sicherheit unter Einsatz von international etablierten Standards ist gewährleistet“, erklärt E-Health-Architekt Dr. Samrend Saboor von Siemens Healthineers hinsichtlich der teamplay digital health platform.

Dr. Samrend Saboor, Solution Consultant Digital Health, Siemens Healthineers
Dr. Samrend Saboor, Solution Consultant Digital Health, Siemens Healthineers
(Bild: Siemens Healthineers)

Technisch wird also nur ein Knotenpunkt geschaffen. Saboor erklärt, warum genau das ein Höchstmaß an Sicherheit für die Beteiligten bietet: „Eine besonders sensible Stelle im Umgang mit Patienten ist die Datenhaltung. Viele bestehende Plattformen und Aktenlösungen halten Daten an einer zentralen Stelle in der Plattform selbst. Bei der teamplay digital health platform bleiben die Daten dezentral in den Systemen der Teilnehmer. Die Plattform sorgt nur dafür, dass die Daten transportiert werden. Wir trennen Patientendaten von Patienteninformationen in zwei technologisch und organisatorisch separaten Rechenzentren. Hierbei wird die Entscheidung über die Einsichtnahme dem Patienten überlassen, der Zugriffsrechte von Fall zu Fall einräumt oder eben verhindert. Die Telematikinfrastruktur wird dabei natürlich berücksichtigt.“

Eine Digital Health Community

Fest steht schon jetzt, dass die teamplay digital health platform hilft, Kosten zu senken, weil sie den Aufwand an den Schnittstellen kleinhält und damit interne Ressourcen schont. Weil der vollständige Zugriff auf medizinische Patienteninformationen ermöglicht wird, können Leistungserbringer sektorenübergreifend zusammenarbeiten. Nach und nach könnten Kassen, Kliniken und Mehrwertdienstanbieter mithilfe dieser Plattform zu einer Digital Health Community zusammenwachsen.

Andreas Henkel, Leitung Abteilung Informations­technologie, Klinikum rechts der Isar Technische Universität München
Andreas Henkel, Leitung Abteilung Informations­technologie, Klinikum rechts der Isar Technische Universität München
(© foto-borchard.de)

Andreas Henkel, Leiter der Abteilung Informationstechnologie am Klinikum rechts der Isar, sagt: „Es ist nicht selbstverständlich, dass man Kunden die Möglichkeit gibt, einen solchen Entwicklungsprozess zu kommentieren.“

Eine Plattform verbindet alle Akteure

Die teamplay digital health platform ermöglicht die digitale Transformation des Gesundheitswesens und ist die Basis für alle Akteure im Gesundheitswesen. Mit bereits über 5.000 an die Plattform angeschlossenen Institutionen, wie Kliniken und Medizinische Versorgungszentren, bietet Siemens Healthineers eine der weltweit größten digitalen Plattformen im Gesundheitswesen an. Über 23.000 Modalitäten verschiedener Hersteller liefern Daten an die Plattform.

Dr. Peter Gocke, Chief Digital Officer (CDO) und Leiter Stabsstelle Digitale Transformation, Charité-Universitätsmedizin Berlin
Dr. Peter Gocke, Chief Digital Officer (CDO) und Leiter Stabsstelle Digitale Transformation, Charité-Universitätsmedizin Berlin
(© Wiebke PeitzI)

„Medizin ist zunehmend datengetrieben. Digitale Medizin zeichnet sich dabei durch zwei wesentliche Elemente aus“, erläutert Dr. Peter Gocke, Chief Digital Officer und Leiter der Stabsstelle Digitale Transformation in der Charité Universitätsmedizin Berlin. „Durch die algorithmenunterstützte, sektorenübergreifende Nutzung standardisiert-strukturierter Daten in Echtzeit und das Bereitstellen von auch online verfügbaren Services. Beides erfordert Plattformen!“

Hier gibt es weitere Informationen zur Gesundheitsplattform.

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