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Studiencheck Stiftung Gesundheitswissen Können Onlinetherapien bei Panikattacken hilfreich sein?

Redakteur: Julia Mutzbauer

Patienten, die an einer Angststörung leiden, müssen oft sehr lange auf einen Therapieplatz warten. Daher gibt es immer mehr Online-Angebote, die den Betroffenen Hilfe anbieten. Wie hilfreich Onlinetherapien in Bezug auf Panikstörungen sind hat die Stiftung Gesundheitswissen in ihrem aktuellen Studiencheck untersucht.

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Die Stiftung Gesundheitswissen hat getestet, ob eine internetbasierte oder eine persönliche kognitive Verhaltenstherapie besser bei einer Panikstörung helfen kann
Die Stiftung Gesundheitswissen hat getestet, ob eine internetbasierte oder eine persönliche kognitive Verhaltenstherapie besser bei einer Panikstörung helfen kann
(© verbaska - stock.adobe.com)

In einer Studie zum Thema Psychotherapie hat die Stiftung Gesundheitswissen den Nutzen und Schaden von Online-Psychotherapien ausgewertet. Zum Vergleich wurde der Einsatz von Antidepressiva und persönlichen kognitiven Verhaltenstherapien bei Patientinnen und Patienten mit einer Panikstörung untersucht.

Dabei wurde die Onlinebehandlung bei einer Panikstörung im Vergleich zum Warten ohne Therapie untersucht. Laut Studiencheck erzielte die im Fachjargon „internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie“ genannte Online-Psychotherapie positive Effekte. Die Betroffenen einer Panikstörung, die eine internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie angewendet hatten, würden nach dem Ende der Behandlung weniger Symptome als Betroffene, die in dieser Zeit keine Online-Behandlung benutzten, sondern auf die Anwendung warteten, zeigen.

Außerdem wurde untersucht,ob eine internetbasierte oder eine persönliche kognitive Verhaltenstherapie besser bei einer Panikstörung helfen würde. In der vorgenommenen Untersuchung waren nach den Angaben der Stiftung Gesundheitswissen beide Therapieformen gleich wirksam. In beiden Gruppen wären bei gleich vielen Betroffenen einer Panikstörung die Symptome deutlich zurückgegangen. Jedoch sei die Aussagekraft der Ergebnisse aufgrund der methodischen Qualität der zugrunde liegenden Studien und der geringen Teilnehmerzahl eingeschränkt, so die Stiftung Gesundheitswissen.

Dennoch weist die Stiftung Gesundheitswissen darauf hin, dass viele Anbieter von Onlinepsychotherapien angeben würden, dass wissenschaftliche Belege zur Wirksamkeit des Programms vorliegen. Allerdings würden längst nicht alle Onlinetherapien umfangreich untersucht. Die einzelnen Angebote würden sich oft inhaltlich unterscheiden. Auch Aussagen darüber, wie wirkungsvoll die Onlinetherapie im Vergleich zur persönlichen kognitiven Verhaltenstherapie ist, ließen sich daher nicht für alle Programme treffen.

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