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Universitätsmedizin Greifswald untersucht neuartige Konzepte in der Notfallversorgung

Können Drohnen Leben retten?

| Redakteur: Julia Mutzbauer

In vielen öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken oder Stadtverwaltungen hängen sogenannte Defibrillatoren für die Notfallversorgung bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Diese Geräte sind jedoch nur zu den Geschäftszeiten erreichbar. Zudem ist in ländlichen Gebieten auch die Abdeckung ist zu gering. Aus diesem Grund testet die Universitätsmedizin Greifswald, ob Drohnen künftig medizinische Geräte zum Ersthelfer und Patienten fliegen könnten.

Nach den Ideen der Greifswalder Unimedizin können Drohnen bei der Notfallversorung helfen, indem sie Defibrillatoren in kürzester Zeit zum Ersthelfer fliegen
Nach den Ideen der Greifswalder Unimedizin können Drohnen bei der Notfallversorung helfen, indem sie Defibrillatoren in kürzester Zeit zum Ersthelfer fliegen
(© Ruslan Ivantsov - stock.adobe.com)

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie will die Universitätsmedizin Greifswald ein entsprechendes System testen. Untersucht werden soll dabei auch, welche Infrastruktur und Logistik notwendig ist, wenn Defibrillatoren mithilfe von Drohnen zum Ersthelfer transportiert werden. Der Test werde vom Bundesgesundheitsministerium mit etwas über 400.000 Euro unterstützt und ist für die Dauer von einem halben Jahr vorgesehen. Die Leiter des Projekts sind Prof. Klaus Hahnenkamp, Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Greifswald, und Dr. Mina Hinsch.

Für die Tests sollen Freiwillige im Raum Penkun in der Uckermark und in Greifswald als „Ersthelfer“ eingesetzt werden, um die Rettung von der Landung der Drohne bis zur Reanimation an einer Übungspuppe durchzuspielen. Hinsch erklärt: „Diese Personen sollten um die 60 Jahre alt sein und kniend tätig sein können“.

Die Termine für die Simulationen:

5./6. November und 14./15. November 2019 in Penkun

19./20. November, 27./28. November und 4./5. Dezember 2019 in Greifswald

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