Augmented Reality im OP Kieler Uniklinikum arbeitet mit 5G-Technik und 3D-Modellen

Von dpa

Ärzte am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) nutzen bei ihrer Arbeit künftig den neuen Mobilfunkstandard 5G. „Tempo in der Medizin ist Sicherheit für Patienten – und 5G ist der Beschleuniger von Prozessen für die Krankenversorgung“, sagte der UKSH-Vorstandsvorsitzende Jens Scholz am Dienstag.

Klassische CT-Bilder können dank Augmented Reality als 3D-Modell dargestellt werden
Klassische CT-Bilder können dank Augmented Reality als 3D-Modell dargestellt werden
(© Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Anders als bei der Erfindung des iPhones 2007 warne heute niemand mehr vor der Nutzung von Tablets oder Smartphones im Operationssaal. Es sei aber Forschung zu möglichen Problemen notwendig. Patienten profitierten von der Digitalisierung des Gesundheitssystems.

Gemeinsam mit Vodafones Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter nahm Scholz am Campus Kiel die ersten 5G-Antennen in Betrieb. Nach Vodafone-Angaben soll die Technik auch am Standort Lübeck noch in diesem Jahr aktiviert werden. Mediziner und Forschende könnten dadurch nicht nur zwischen beiden Standorten, sondern auch mit Patienten zuhause, mit externen Praxen, Kliniken und Rettungsdiensten effektiver in der Patientenversorgung zusammenarbeiten.

Im medizinischen Alltag soll am UKSH auch der Einsatz sogenannter Augmented Reality erprobt werden. Dabei werden reale Bilder um Zusatzinformationen erweitert. „Augmented Reality und das Internet der Dinge können helfen, lebenswichtige Informationen zu erheben und in Echtzeit zu übermitteln, um sie gezielt auszuwerten und Maßnahmen zu ergreifen“, sagte Ametsreiter.

So wird beispielsweise die Arbeit mit hochauflösenden Hologrammen möglich. Bilder aus der Computertomographie werden zu 3D-Modellen mit mehreren Milliarden Gitterpunkten zusammengefügt, wie Vodafone und UKSH mitteilten. Ärzte können sich mit speziellen Brillen zusammenschalten, um gemeinsam an den Hologrammen zu arbeiten. Das soll beispielsweise dazu beitragen, Tumore und deren Strukturen noch besser erkennen und zielgerichteter operieren zu können. Studierende sollen durch die Technik besser auf ihre Arbeit im Krankenhaus vorbereitet werden.

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