Scan-to-Print-Lösung Kennzeichnungslösung ermöglicht sicheren Impfprozess

Redakteur: Ira Zahorsky

Deutschlands größtes Corona-Impfzentrum steht in Hamburg. Die Scan-to-Print-Lösung „Vial“ soll sichere Impfungen gewährleisten. Jeder Schritt wird während der Impfung dokumentiert und abschließend in das Impfdokument des Patienten eingetragen.

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Scan-to-Print-Lösung für das Hamburger Impfzentrum
Scan-to-Print-Lösung für das Hamburger Impfzentrum
(Mediaform Informationssysteme)

Im Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen können täglich in 64 Behandlungsräumen bis zu 7.000 Patienten gegen Covid-19 geimpft werden. In puncto Kennzeichnung setzt die für den operativen Betrieb des Impfzentrums verantwortliche Kassenärztliche Vereinigung Hamburg dabei auf die Scan-to-Print-Lösung Covid-19 Impfstoff-Kennzeichnung „Vial“ sowie „Spritze und Dokumentation“ von Mediaform. Die Reinbeker Unternehmensgruppe ist unter anderem auf Kennzeichnungslösungen im Gesundheitswesen spezialisiert.

Jeder Schritt wird dokumentiert

Der aktuell verwendetet Impfstoff von Biontech befindet sich in Injektionsfläschchen, so genannten Vials, die tiefgekühlt gelagert werden. Jedes Vial wird bei Entnahme mit der autark agierenden Covid-19 Impfstoff-Kennzeichnung Vial gekennzeichnet. Die Etiketten enthalten Impfstoffname, Chargennummer und Verwendbarkeitsdatum sowie einen Datamatrix-Barcode. Für einen sicheren Druckprozess sorgt ein Etikettendrucker des Typs MH240T des Herstellers TSC mit integriertem Etiketten-Spendemodul.

Der Impfstoff wird kurz vor der Verabreichung mit einer Natriumchlorid-Lösung verdünnt. Nach Entnahme des in Kühlschränken langsam aufgetauten Impfstoffs wird eine der 64 Covid-19-Impfstoff-Kennzeichnungs-Stationen zur sicheren Kennzeichnung genutzt. Hierzu wird der Barcode auf dem Vial-Etikett gescannt und fünf Spritzenetiketten mit Impfstoffnamen, Chargennummer und „Verwendbar bis“-Zeitstempel sowie dem dazugehörigen Barcode gedruckt. Danach werden fünf Spritzen aufgezogen und mit Spritzenetiketten versehen. Jede Spritze ist jetzt mit einem aktuellen Haltbarkeitsdatum markiert – so wird sichergestellt, dass nicht versehentlich eine Spritze mit einem bereits abgelaufenen Impfstoff verabreicht wird.

Die Scan-to-Print-Lösung für die Covid-19-Impfstoff-Kennzeichnung „Spritze und Dokumentation“ besteht aus einem 2D-Barcodescanner und einem Etikettendrucker vom Typ Primas 300T von Mediaform. In den Behandlungsräumen wird je Impfling der auf der Spritze befindliche Barcode an einer weiteren Covid-19-Impfstoff-Kennzeichnungs-Station gescannt und je zwei Dokumentationsetiketten mit Impfstoffnamen und Chargennummer gedruckt. Vorgesehen sind diese für die Laufkarte und den Impfpass oder das Impfdokument.

Am Abmeldeschalter des Impfzentrums werden die im Barcode verschlüsselten Daten mittels elektronischer Scan-Dokumentenerfassung ausgelesen und in der digitalen Akte des Impflings hinterlegt. So ist gewährleistet, dass jeder weiß, wann er wo mit welchem Wirkstoff geimpft wurde.

„Bei Bedarf lassen sich auch darüber hinaus noch weitere Funktionalitäten wie serialisierte Impfstoffe, eindeutige Nummern zur Protokollierung oder auch zusätzliche Datumsangaben in die frei programmierbare Covid-19-Impfstoff-Kennzeichnung integrieren“, erklärt Jörg Weber, Geschäftsführer der Mediaform Unternehmensgruppe. „Und auch die Scan-to-Print-Lösung ist bei wachsendem Bedarf sukzessive erweiterbar. Es können problemlos weitere Drucker sowie Scan- und Barcodedrucksysteme standortungebunden und ohne Anbindung an ein IT-Netzwerk installiert und sofort in Betrieb genommen werden. Auf diese Weise kann die Lösung auch für mobile Impfungen genutzt werden.“

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