Fraunhofer IMTE Individualisierte Medizintechnik für individuelle Therapien

Autor: Ira Zahorsky

Die neue Fraunhofer-Einrichtung für Individualisierte und Zellbasierte Medizintechnik IMTE beschäftigt sich mit präziser Diagnostik als Grundlage für hochwirksame und nebenwirkungsarme Präventions-, Diagnostik- oder Therapiemaßnahmen.

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Übergabe des Förderbescheids in Höhe von 12,1 Millionen Euro: (v. l.) Prof. Gabriele Gillessen-Kaesbach (Präsidentin der Universität zu Lübeck), Prof. Thorsten Buzug (Geschäftsführender Direktor der Fraunhofer IMTE), Daniel Günther (Ministerpräsident Schleswig-Holstein), Prof. Philipp Rostalski (Direktor Fraunhofer IMTE) und Prof. Reimund Neugebauer (Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft)
Übergabe des Förderbescheids in Höhe von 12,1 Millionen Euro: (v. l.) Prof. Gabriele Gillessen-Kaesbach (Präsidentin der Universität zu Lübeck), Prof. Thorsten Buzug (Geschäftsführender Direktor der Fraunhofer IMTE), Daniel Günther (Ministerpräsident Schleswig-Holstein), Prof. Philipp Rostalski (Direktor Fraunhofer IMTE) und Prof. Reimund Neugebauer (Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft)
(Bild: Fraunhofer IMTE / Reiner Jensen)

Bereits im Dezember 2020 ist die Fraunhofer-Einrichtung für Individualisierte und Zellbasierte Medizintechnik IMTE durch eine strategische Neuausrichtung und Umfirmierung aus der Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik hervorgegangen. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt die Entwicklung mit einer Förderung von zunächst 12,1 Millionen Euro, die nun offiziell übergeben wurde. Weitere rund 29 Millionen Euro sind für die kommende EFRE-Periode (Europäische Fonds für regionale Entwicklung) für die Jahre 2023-2026 geplant.

Die Medizintechnik ist eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts.

Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holstein

Die Entwicklung von innovativen, personalisierten Medizinprodukten für Diagnose- und Therapieanwendungen ist die Aufgabe der neuen Einrichtung. Denn die Entstehung möglicher Erkrankungen, deren Verlauf und die Reaktion auf eine Therapie sind nicht nur von individuellen biologischen Eigenschaften eines Menschen abhängig, sondern auch von dessen Lebensweise und von Umweltbedingungen. Entsprechend müssen auch Diagnose und Therapie individuell erstellt und verordnet werden, um größtmögliche Erfolge zu erzielen.

Die ganzheitliche Bearbeitung von Fragestellungen und Forschungsprojekten der individualisierten Medizintechnik am Fraunhofer IMTE, von der Grundlagenforschung bis zum Gerätebau, ebnet so den Weg für den Transfer personalisierter Instrumentierung in Klinik und Wirtschaft.

Prof. Philipp Rostalski, Mitglied des Direktoriums der Fraunhofer-Einrichtung IMTE

Neuausrichtung

Fraunhofer erweitert die langjährige Zusammenarbeit mit der Universität zu Lübeck und deren Instituten für Medizintechnik sowie für Medizinische Elektrotechnik. Hierfür wird die Fraunhofer EMB um den Bereich Medizintechnik erweitert. Um dieser Neuausrichtung auch nach außen Rechnung zu tragen, wurde die Fraunhofer EMB bereits zum 1. Dezember 2020 umbenannt in Fraunhofer Einrichtung für Individualisierte und Zellbasierte Medizintechnik IMTE.

„Das neue Profil der Fraunhofer IMTE ergänzt nicht nur das Fraunhofer-Portfolio, sondern fügt sich nahtlos in die vorhandenen Strukturen des Standortes Lübeck ein, dessen zentraler Forschungsschwerpunkt und Wirtschaftsfaktor durch die Medizintechnik gegeben ist und durch die neue Fraunhofer-Einrichtung gestärkt und ausgebaut wird“, erläutert Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

Um der Neuausrichtung auch organisatorisch und strukturell Rechnung zu tragen, hat der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Dr. Thorsten Buzug zum neuen geschäftsführenden Direktor ernannt. Weiterhin wurde Prof. Philipp Rostalski in das neue Direktorium der Fraunhofer-Einrichtung berufen.

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Über den Autor

 Ira Zahorsky

Ira Zahorsky

Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS