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Bayerisches Corona-Testkonzept Huml vereinbart Kostenübernahme

| Autor: Julia Mutzbauer

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml einen wichtigen Schritt zur Umsetzung des Bayerischen Testkonzepts auf den Weg gebracht: Künftig können auch weitere Testkosten wie die Abstrichnahme über die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) abgerechnet werden.

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Künftig können Ärzte im Rahmen des Bayersichen Corona-Testkonzepts die Kosten für die Abstrichnahme mit der Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) abrechnen
Künftig können Ärzte im Rahmen des Bayersichen Corona-Testkonzepts die Kosten für die Abstrichnahme mit der Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) abrechnen
(© Галина Сандалова - stock.adobe.com)

Um die Kostenübernahme der Corona-Tests zu definieren, hat Gesundheitsministerin Huml einen Vertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) unterzeichnet.

„Die Vereinbarung mit der KVB regelt zum einen die Kostentragung für die Abstrichnahme durch beauftragte Vertragsärzte für vom Bund vorgesehene Testungen. Zum anderen wird die Abrechnung von Abstrichnahme und Laborkosten für diejenigen Personen vereinbart, die nur im Rahmen des Bayerischen Testkonzepts einen Corona-Test erhalten können“, erläutert Huml.

„Die im Rahmen des Bayerischen Testkonzepts erbrachten Leistungen rechnen die Vertragsärztinnen und -ärzte mit der KVB als ihrem etablierten Ansprechpartner ab. Die KVB wird dann deren Vergütungen vierteljährlich mit dem Freistaat abrechnen“, fügt die Ministerin hinzu.

Der Ministerrat hatte vergangene Woche ein Bayerisches Testkonzept beschlossen, das über die Regelungen des Bundes hinausgeht. Huml dazu: „Ein Eckpunkt ist, dass alle Personen, die auf eine COVID-19-Erkrankung getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben. Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen. Wichtig ist, Symptomatische Verdachtsfälle auf eine COVID-19-Erkrankung sollen wie bisher prioritär getestet werden.“

Zudem sollen die freiwilligen Testungen in Einrichtungen mit gefährdeten Personengruppen in Pflege- und Altenheimen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und in der ambulanten Eingliederungshilfe und Krankenhäusern ausgebaut werden. Gleiches gelte für die Testungen von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sowie von Betreuungsrichterinnen und -richtern.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte eine Verordnung zur Übernahme von weiteren Laborkosten im Rahmen der GKV vorgelegt. Die dort angelegten Möglichkeiten zur Kostenübernahme – zum Beispiel für Testungen asymptomatischer Bewohner in Pflegeheimen – sind zwar von Bayern begrüßt worden und sollen im Freistaat regelmäßig ausgeschöpft werden. Doch die Bundesverordnung sähe nur eine GKV-Kostenübernahme für die Laborkosten vor – aber nicht für die Abstrichnahme und auch nicht für alle asymptomatischen Fälle. Die entsprechenden Kostenlücken werde der Freistaat schließen.

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 Julia Mutzbauer

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Redaktion, eGovernment Computing