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Bayern Huml entschuldigt sich für Corona-Testpanne

Autor: Julia Mutzbauer

Vor dem Hintergrund der Corona-Testpanne bei Urlaubsrückkehrern in Bayern musste sich Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nun im Landtag rechtfertigen. Auf Initiative der Opposition kam dazu der Gesundheitsausschuss zu einer Sondersitzung zusammen.

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Vor rund drei Wochen wurden in Bayern Teststationen an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen eingerichtet. Dabei kam es zu massiven Verzögerungen und Fehlern bei der Abwicklung und Übermittlung der Testergebnisse
Vor rund drei Wochen wurden in Bayern Teststationen an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen eingerichtet. Dabei kam es zu massiven Verzögerungen und Fehlern bei der Abwicklung und Übermittlung der Testergebnisse
(© Maksym Yemelyanov - stock.adobe.com)

Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtete, bat die Ministerin „ausdrücklich um Entschuldigung“ für die erheblichen Wartezeiten und Pannen bei der Übermittlung der Corona-Testergebnisse. „Bayern bietet das umfangreichste Testangebot in Deutschland, und ja es sind Fehler passiert“, so Huml. Laut der Süddeutschen Zeitung widersprach Huml allen Vorwürfen, sie habe das Chaos verschweigen wollen. Sie sei zwar bereits am Montag per eMail darüber unterrichtet worden, dass es Probleme bei der Übermittlung der Testergebnisse gebe. Dennoch sei – auch in Absprache mit dem beauftragten Laborunternehmen Eurofins – bis Dienstag davon auszugehen gewesen, dass das Problem in Kürze gelöst sei. Die Gefahr sei erst am Mittwoch in dem Ausmaß erkennbar geworden.

Florian Herrmann (CSU), der Chef der bayerischen Staatskanzlei, verteidigte das rasche Vorgehen der Regierung: „Hätten wir nicht gehandelt, wären 1.200 nicht erkannt worden. Das ist das eigentliche Problem, dass wir mitten in einer hochakuten Pandemie stecken“.

Aber man habe die Fehler erkannt, kommuniziert und sie abgestellt. Nun wolle man gemeinsam gegen die Pandemie kämpfen, schloss die CSU-Politikerin.

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Redaktion, eGovernment Computing