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Studie zur Mobilität im Gesundheitswesen Healthcare-Mitarbeiter wünschen sich mehr digitale Unterstützung

Autor: Ira Zahorsky

Die Digitalisierung wird im Healthcare-Bereich bei weitem noch nicht so stark eingesetzt, wie es möglich wäre, ergab die Studie „Critical Technology for Critical Care: State of Mobility in Healthcare 2020/21“. Dadurch geht dem Personal im Gesundheitswesen wertvolle Arbeitszeit verloren.

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Administrative Aufgaben müssen im Gesundheitswesen oft noch ohne digitale Hilfsmittel erfüllt werden und kosten dadurch viel Zeit.
Administrative Aufgaben müssen im Gesundheitswesen oft noch ohne digitale Hilfsmittel erfüllt werden und kosten dadurch viel Zeit.
(© Elnur - stock.adobe.com)

Mit der Suche nach und der Bearbeitung von Patientendaten und anderen administrativen Aufgaben verschwenden, einer Studie des Software-Anbieters SOTI zufolge, 56 Prozent aller Befragten mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit. Fast ein Drittel (29 %) der deutschen Studienteilnehmer bemängelte, dass zusätzlich technische Probleme, wie Geräte- und Systemfehler, die Arbeit beeinträchtigen. Knapp zwei Drittel (61 %) der deutschen Befragten erhalten zwar von ihrem Arbeitgeber mobile Geräte wie Laptops, Smartphones oder Tablets, um während der Betreuung von Patienten auf Online-Systeme zurückgreifen zu können. Mehr als die Hälfte (53 %) gab aber auch an, insbesondere im Zuge der Corona-Pandemie, negative Auswirkungen hinsichtlich des Zugriffs auf relevante Systeme erfahren zu haben.

Mobile Geräte erleichtern administrative Aufgaben

Dabei könnten mobile Geräte, nach Ansicht von 59 Prozent der deutschen Mitarbeiter im Gesundheitswesen, insbesondere im direkten Kontakt mit Patienten, die Arbeit des Pflegepersonals vereinfachen. 28 Prozent haben nicht einmal den nötigen Zugriff auf alle relevanten Informationen, um die Versorgung umfassend zu gewährleisten. Mehr als ein Viertel (27 %) gab an, dass ihr Arbeitgeber bereits Technologien rund um das Internet der Dinge (IoT) nutzt, während 15 Prozent dies andenken oder planen. Lediglich 13 Prozent der deutschen Befragten sind der Ansicht, dass ihre Systeme und Technologien vorbereitet waren, um Herausforderungen im Zusammenhang mit der Pandemie bewältigen zu können.

„Laut unserer Studie ist fast die Hälfte (45 %) der befragten deutschen Arbeitskräfte im Gesundheitssektor der Ansicht, dass der eigene Arbeitgeber in neue oder bessere Technologien investieren muss, um Patienten besser zu behandeln beziehungsweise effizienter zu arbeiten; weitere 60 Prozent sind der Meinung, dass man nur durch eine zeitnahe technologische Aufrüstung auf bevorstehende Gesundheitskrisen vorbereitet sein kann“, so Stefan Mennecke, Vice President of Sales, Central and Eastern Europe bei SOTI.

Sicherheit im System

Lediglich 61 Prozent der in Deutschland Befragten waren der Auffassung, dass der Zugriff auf sensible Patientendaten über IT-Systeme sicher ist. Damit sind die deutschen Befragten hinsichtlich Datensicherheitsbedenken am skeptischsten. Gerade mal 41 Prozent hatten Zugriff auf IT-Support oder Trainings-Apps, um Geräte zu verwalten oder Fehler zu beheben. Nur etwas mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitgeber (57 %) bot ihren Mitarbeitern Schulungen an, um digitalen Gefahren entgegenzuwirken.

Über die Studie

Für die Studie „Critical Technology for Critical Care: The State of Mobility in Healthcare 2020/21“ befragte die Marktforschungsagentur Arlington Research im Auftrag von SOTI zwischen dem 28. September und dem 7. Oktober 2020 475 Mitarbeiter sowohl im stationären als auch im Heimeinsatz in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden, USA, Kanada und Australien.

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(ID:46985601)

Über den Autor

 Ira Zahorsky

Ira Zahorsky

Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS