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Malware-Bedrohungen Gesundheitswesen wehrt sich gegen Emotet und TrickBot

| Redakteur: Ira Zahorsky

Dem Quartalsbericht von Malwarebytes über Cybercrime-Taktiken und -Techniken zufolge, in dem das Unternehmen die drei ersten Quartale 2019 mit denen des Vorjahres vergleicht, gab es eine Zunahme von 60 Prozent bei der Bedrohungserkennung im US-Gesundheitssektor.

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Im vergangenen Jahr hatte das Gesundheitswesen hauptsächlich mit Trojanern zu kämpfen.
Im vergangenen Jahr hatte das Gesundheitswesen hauptsächlich mit Trojanern zu kämpfen.
(© fotomek – stock.adobe.com)

Laut den Auswertungen von Malwarebytes über ihre Produktdaten hatte das US-amerikanische Gesundheitswesen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres hauptsächlich mit Malware vom Typ Trojaner zu kämpfen, die im dritten Quartal 2019 um 82 Prozent gegenüber dem Vorquartal angestiegen ist. Die beiden branchenübergreifend gefährlichsten Trojaner der Jahre 2018-2019, Emotet und TrickBot, sind dabei die beiden Hauptschuldigen. Anfang 2019 stiegen vor allem die Erkennungen von Emotet, gefolgt von einer Welle an TrickBot-Erkennungen innerhalb der zweiten Jahreshälfte. Das Gesundheitswesen ist im Moment die siebtgrößte Zielbranche von Cyber-Kriminellen.

Aufgrund der veralteten Infrastruktur, niedriger IT-Budgets und einer Fülle von persönlich identifizierbaren Informationen (PII) haben sich vor allem Gesundheitseinrichtungen zu attraktiven Zielen von Cyber-Kriminellen entwickelt. Diese nutzen Schwachstellen in der Software von Drittanbietern genauso aus wie schwache Sicherheitsvorkehrungen, die Fahrlässigkeit von Mitarbeitern, Benutzerfehler und ungenügende Patch-Sequenzen.

„Das Gesundheitswesen ist für unsere Bevölkerung, Industrie und Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Daher ist es besonders besorgniserregend, dass es in den Fokus von Cyber-Kriminellen gerückt ist", so Adam Kujawa, Director der Malwarebytes Labs. „Emotet, TrickBot, Exploit und Backdoor-Malware, die auf Gesundheitsorganisationen abzielt, sind dafür bekannt, dass sie versteckte Ransomware-Schadensfunktionen in ihren Angriffsprozessen ablegen."

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