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Kommunikation im Gesundheitswesen Gematik lässt ersten KIM-Fachdienst zu

| Redakteur: Ira Zahorsky

Die gematik hat den ersten Fachdienst für die Anwendung Kommunikation im Medizinwesen (KIM) zugelassen. Damit kann der sektorenübergreifende Versand vertraulicher Nachrichten, Daten und weiterer Dokumente wie Arztbriefe, Abrechnungen und elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen Einzug in den Versorgungsalltag halten.

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Die gematik hat einen ersten Fachdienst für die Anwendung KIM zugelassen. Die elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen soll damit sicher vonstatten gehen.
Die gematik hat einen ersten Fachdienst für die Anwendung KIM zugelassen. Die elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen soll damit sicher vonstatten gehen.
(© migfoto - stock.adobbe.com)

Mit der Zulassung des KIM-Fachdienstes darf die Firma CompuGroup Medical interessierte Leistungserbringer mit KIM ausstatten. Über die Bestellprozesse informiert der Anbieter. Nach erfolgter Registrierung vergibt der Anbieter eine spezielle eMail-Adresse für den Kommunikationsdienst.

Nach der Einrichtung von KIM können über die gewohnten Programme – Praxissoftware/Krankenhausinformationssystem oder eMail-Programm – sichere sowie signierte eMails und Dokumente gesendet und empfangen werden. Neben medizinischen Dokumenten können künftig Verwaltungs- und Meldedaten über KIM zuverlässig und sicher übertragen werden.

Damit KIM zum Einsatz kommen kann, benötigen medizinische Einrichtungen einen eHealth-Konnektor, ein Kartenterminal, einen Praxis-/Institutionsausweis (SMC-B) und gegebenenfalls einen Heilberufsausweis. Liegt ein Heilberufsausweis noch nicht vor, sollte dieser schnellstmöglich bei der jeweiligen Standesorganisation beantragt werden.

Im Zulassungsverfahren der gematik befinden sich weitere Firmen, die nach erteilter Zulassung durch die gematik ebenfalls einen KIM-Fachdienst anbieten werden.

Praxisbeispiel

Ein Allgemeinmediziner überweist einen Patienten an einen Kardiologen. Nach der Untersuchung möchte der Kardiologe den Befund an den Allgemeinmediziner übermitteln:

Schritt 1: Der Kardiologe verfasst einen Arztbrief in seiner Praxissoftware und signiert den Arztbrief mit seinem Heilberufsausweis.

Schritt 2: Anschließend wählt der Kardiologe den überweisenden Allgemeinmediziner in seiner Praxissoftware oder aus dem KIM-Adressbuch als Empfänger aus und die gesamte Nachricht wird im Hintergrund mit der Institutionskarte der Praxis (SMC-B) zusätzlich signiert.

Schritt 3: Die Nachricht mit dem Arztbrief wird verschlüsselt an den Allgemeinmediziner versendet.

Schritt 4: Die Praxissoftware des Allgemeinmediziners nimmt die Nachricht entgegen. Sie wird automatisch entschlüsselt und auf Datenmanipulation hin überprüft.

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