MEDICA Düsseldorf Gelöste Stimmung trotz Corona

Von Eva Hornauer

In diesem Jahr fanden MEDICA und COMPAMED wieder in Präsenz in Düsseldorf statt. Die Messeangebote wurden zusätzlich durch digitale Angebote erweitert. Der Veranstalter zog ein positives Resümee – trotz der angespannten Corona-Lage im Land.

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Produktneuheiten und optimistische Stimmung – die Veranstalter der MEDICA und COMPAMED ziehen eine positive Bilanz
Produktneuheiten und optimistische Stimmung – die Veranstalter der MEDICA und COMPAMED ziehen eine positive Bilanz
(© Messe Düsseldorf)

Die Medizinmesse MEDICA und die Zuliefererfachmesse COMPAMED fanden in diesem Jahr vom 15. bis zum 18. November statt. In Düsseldorf trafen sich rund 3.000 MEDICA-Aussteller aus 70 Ländern, um über die verschiedenen Trends und Neuheiten im Medizinsektor zu informieren. Die Messe wurde im Präsenzformat abgehalten – digitale Angebote gab es aber zusätzlich.

Aussteller präsentieren ihre Produktneuheiten

Viele Aussteller nutzen die MEDICA um ihre Produktneuheiten einem Weltpublikum vorzustellen. Eines der diesjährigen Ausstellerneuheiten war ein Verfahren zur schnelleren Erkennung von multiresistenten Keimen, bei dem schon ein einzelnes DNA-Molekül für einen Erregernachweis genügen soll. Dieses Verfahren wurde vom Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik (IPM) und der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität entwickelt.

Auf der MEDICA stellte der Elektrogerätehersteller Breuer unter anderem das „LifePad“ vor. Das LifePad soll Laien in bei Wiederbelebungsmaßnahmen unterstützen. Das kleine Pad soll auf die Brust des zu Reanimierenden gelegt werden und leitet den Ersthelfer dann Schritt für Schritt durch die Reanimation.

Das Fraunhofer-Projektzentrum für Stammzellprozesstechnik (SPT) forscht an Medikamenten für bisher unheilbare Krankheiten wie Alzheimer. Dafür werden Stammzellen mit neuartigen Materialien gezüchtet. Das Verfahren wurde auf der MEDICA 2021 erstmals präsentiert.

Resümee des Veranstalters

Nach vier Messetagen und trotz der zunehmend angespannteren Corona-Lage in Deutschland zieht der Veranstalter eine positive Bilanz. „Die Stimmung in den Messehallen war durchweg gelöst und von Optimismus geprägt. Aus den Gesprächen mit unseren Kunden wissen wir, dass die Erwartungen vielfach übertroffen wurden. Endlich konnten wieder persönlich Kontakte geknüpft und intensiviert werden“, so Erhard Wienkamp, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.

Mit 46.000 Besuchern aus 150 Nationen waren MEDICA und COMPAMED in diesem Jahr gut besucht. „Diese Zahlen stimmen optimistisch und waren im Frühjahr noch nicht auf diesem Niveau erwartbar.“, resümierte Christian Grosser, Director Health & Medical Technologies der Messe Düsseldorf.

Digital-Health als Schwerpunkt der MEDICA

Ein Schwerpunkt der MEDICA lag in diesem Jahr – nicht zuletzt auch aufgrund der Corona-Pandemie – auf dem Bereich Digital-Health. Auch in den zwei Pitch-Wettbewerben „10. MEDICA Startup COMPETITION“´ und „13. Healthcare Innovation World Cup“ wurde auf digitale Lösungen gesetzt. In beiden Wettbewerben konkurrierten Start-up Unternehmen untereinander.

Der „Healthcare Innovation World Cup“ zeichnet „innovative Geräte und smarte Applikationen zur digitalen Vernetzung und Prozessintegartion“ aus. Unter 300 Bewerbungen konnte sich Implandata Ophthalmic Products aus Deutschland mit einem implantierbaren und biokompatiblen Mikrosensor für die Glaukom-Fernversorgung durchsetzen.

In der „MEDICA Start-up COPETITION“ gewann Phonolyser aus Finnland. Das Unternehmen reichte seine Produktlösung zur intelligenten Herztonanalyse ein, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI), Doppler-Technologie und Schallanalyse das Vorhandensein von angeborenen Herzerkrankungen detektiert.

MEDICA 2021
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